Nikolaus Neumaier 2020. Foto: BR | Roland Buzzi

Chefkorrespondent Fernsehen

Nikolaus Neumaier

Als Journalist in Wien arbeiten? Leben in der Stadt, die unter den Großstädten mit die beste Lebensqualität bieten soll? Es war keine schwierige Entscheidung nach elf Jahren journalistischer Beschäftigung mit bayerischer Landes- und Bundespolitik, mit Seehofer, Söder und CSU-Klausuren eine neue Herausforderung anzunehmen. Das Berichtsgebiet reicht von Österreich bis Nordmazedonien, von Montenegro bis ans Schwarze Meer. Es sind spannende, vielfältige, auch komplizierte Regionen, die zu Unrecht manchmal als Randregionen Europas betrachtet werden. Ich freue mich die Menschen kennenzulernen, die in Südosteuropa leben, die Entwicklungen und die Brüche, die es natürlich auch gibt. Im Studio Wien haben wir das Glück, dass wir in allen Ländern mit Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten können, die ihr Land, Menschen und Kulturen kennen und auch die Sprachen sprechen.

 

Zu meiner Person. Ich komme aus Niederbayern, genauer dem Bayerischen Wald. Nach Gymnasium in Metten an der Donau und Zivildienst in Regensburg, ging es zunächst zum Studium Geschichte und Politikwissenschaften nach Regensburg und München. Im oberbayerischen Eichstätt habe ich dann Diplom Journalistik studiert und abgeschlossen. Danach begann ich beim Bayerischen Rundfunk. Die erste Station war kurze Zeit nach der deutschen Wiedervereinigung das Korrespondentenbüro in Hof/Oberfranken. Die Themen dort: Wie wächst zusammen, was lange getrennt war? Wie kommen sich Bayern und Tschechen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wieder näher? Aber auch Bayreuther Festspiele und Internationale Hofer Filmtage. Der nächste Schritt war für mehrere Jahre das Hauptstadtstudio des Bayerischen Rundfunks in Berlin. Ab 2009 Rückkehr nach München in die trimediale Redaktion Landespolitik, die ich elf Jahre geleitet habe. Seit Oktober 2020 bin ich im ARD-Studio Wien und berichte vor allem für das Erste Deutsche Fernsehen und die digitalen Angebote der ARD.