Lyubisha Nikolovski (re.) – Interview mit Shaban Shaban einem Händler im alten Bazar von Skopje. Foto: BR | Lyubisha Nikolovksi

Freier Mitarbeiter in Mazedonien

Lyubisha Nikolovski

Ich wurde in der “Barock”- Stadt Skopje im Jahr 1958 geboren. Ich schloss mein Studium an der Fakultät für Philosophie in Skopje ab und wurde anschließend Lehrer für Marxismus an einem Gymnasium. Ich wurde kein Marxist, sondern Journalist fürs nationale Fernsehen in Mazedonien. Dabei musste ich durch alle Stufen des Journalismus: angefangen als Stadtreporter, dann Jungjournalist im Kultur und Bildungsresort, bis hin zum Kriegsreporter, als der Krieg zwischen dem ehemaligen Jugoslawien und dem Kosovo begann.

 

Als danach Mazedonien in einem ethnischen Konflikt versank und die ARD nach Mazedonien kam, wurde ich deren Producer. In den Jahren darauf entwickelte sich meine Karriere als Journalist weiter, ich wurde Politologe und stellvertretenden Chefredakteur des nationalen Fernsehens in Mazedonien.

 

Wegen politischen Drucks ging ich später zu einer der größten und einflussreichsten privaten TV-Stationen „A1“. Nachdem die Regierung diese Fernsehstation geschlossen hatte, arbeitete ich für die Zeitung „Den“. Diese wurde genauso geschlossen und nachdem ich für einige Zeit arbeitslos war, startete ich meine eigene Webplattform, für die ich immer noch arbeite. Ich hoffe, dass es nicht meine letzte Bestimmung sein wird.