Karin Straka 2016. Foto: BR | Markus Konvalin

Medieninformatikerin, Online Redaktion

Karin Straka

Meine Neugier auf andere Länder, fremde Kulturen und deren Eigenheiten, an Sprachen, an neuen kulinarischen Entdeckungen war schon als Kind sehr groß. Nicht verwunderlich, dass ich mich als 14-Jährige für eine Touristik-Ausbildung entschied, die ich nach fünf Jahren mit Abitur abgeschlossen habe. Danach hatte ich erst mal genug von der Schule und wollte die große, weite Welt kennenlernen. Ich arbeitete einige Jahre in der Reisebranche und habe es in dieser Zeit sogar nach Australien geschafft – ein großer Traum.
Durch die Reisen entdeckte ich meine Liebe zur Fotografie und damit auch mein Interesse an den digitalen Möglichkeiten zur Bearbeitung der Fotos. Beides brachte mich an die Technische Universität Wien, um dort Medieninformatik zu studieren.
Während des Studiums habe ich im ARD Studio Wien/Südosteuropa zu arbeiten begonnen. Eigentlich gedacht als Sommerjob, um mich mit dem verdienten Geld vom stressigen Studienalltag zu erholen, bin ich mittlerweile seit 2003 an Bord und gehöre somit zu den Studiodinosauriern. Die Mitarbeit in der Online-Redaktion gehört zu meinem Hauptaufgabengebiet, ich bin aber auch Ansprechpartnerin bei Problemen die Hörfunktechnik betreffend, bin als Fotografin bei Pressekonferenzen und Interviews im Einsatz sowie zusätzlich immer auf der Suche nach guten Original-Tönen. Mein Highlight 2015 war die Arbeit an unserem Webspecial „Die Schatten von Srebrenica – 20 Jahre nach dem Bosnienkrieg“, für das ich die Geschichte von Kada Hotic als Fotografin festgehalten habe.

Über einige Länder unseres Berichtsgebietes wusste ich anfangs wenig. Im Gegensatz zu vielen anderen meines Alters war ich als Kind niemals im ehemaligen Jugoslawien auf Urlaub gewesen und kannte auch die Länder des früheren Ostblocks nicht sehr gut. Mein erster Berührungspunkt mit der Region ist die Erinnerung an den Beginn der Jugoslawienkriege in Slowenien und Kroatien 1991. Ich hatte während meines damaligen Sommerjobs viele KollegInnen aus dem ehemaligen Jugoslawien, die um ihre Familien bangten. Als Österreicherin war ich geschockt davon, dass plötzlich vor der Grenze unseres Landes Krieg herrschte. Diese düstere Erinnerung wurde mittlerweile verdrängt von vielen interessanten Begegnungen mit tollen Menschen in einer spannenden Region mit noch unbekannten Schätzen.