Jan Heier 2016. Foto: BR | Markus Konvalin

Online Redaktion, Hörfunk

Jan Heier

Wie ich im ARD Studio in Wien gelandet bin? Eigentlich durch Zufall oder, um es im Rheinischen zu sagen: Et kütt wie et kütt.

Im Jahr 2008 habe ich meiner Heimatstadt Bonn den Rücken gekehrt und bin nach Wien gekommen, um Politikwissenschaften zu studieren. Eigentlich sollte das auch nur ein paar Jahre dauern. Glücklicherweise wurde im Hörfunkstudio aber eine Urlaubsvertretung im Sekretariat gesucht und so bin ich auch zum ersten Mal in Kontakt mit dem vielfältigen Berichtsgebiet gekommen.

 

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir meine erste Reise nach Belgrad, als ich mir ein Fußballspiel der serbischen Traditionsmannschaft „Roter Stern Belgrad“ im legendären Marakana angeschaut habe. Aufgrund meiner überschaubaren Sprachkenntnisse im Serbischen, landete ich, statt auf der Haupttribüne, im Sektor der Hardcorefans. Frenetischere und fanatischere Fans – im positiven, wie im negativen Sinne – habe ich danach kaum mehr erlebt. Eines war für mich jedoch klar, ich wollte Stadien, Menschen und Kultur im Berichtsgebiet besser kennenlernen und ein paar Worte der jeweiligen Landessprache lernen. Bei ersterem bin ich bereits auf einem sehr guten Weg.

 

Im Laufe der Jahre hat sich nicht nur mein Studienfach geändert – es wurde Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität in Wien – sondern auch mein Aufgabenbereich im Studio. Statt ausschließlich für den Hörfunk, arbeite ich trimedial, für das gesamte ARD Studio. Mittlerweile gehören Technikbetreuung, Hintergrundrecherche und die Arbeit am Blog zu meinem täglichen Aufgabenbereich.