Ekaterina Popova – Interview mit einem Stammkunden in der größten Freiluftbuchhandlung Sofias. Foto: BR | Ekaterina Popova

Freie Mitarbeiterin in Bulgarien

Ekaterina Popova

Ein heißer Sommertag 2006 auf einer lauten Straße in Sofia. In meinem Kopf trübe Gedanken über meine bevorstehende Nasenoperation, von der ich gerade erfahren hatte. Das Telefonat aus Wien traf mich wie aus heiterem Himmel. Eine unbekannte Männerstimme erzählte etwas über eine Stringer-Ausschreibung für den ARD Hörfunk. „Hörfunk und ich sind zwei verschiedene Welten. Ich bin doch Printjournalistin und habe nie zuvor für das Radio gearbeitet“, war meine ganz spontane Reaktion. Seit dem 1. November 2006 tue ich es aber – ich arbeite für den ARD Hörfunk: nehme O-Töne und Atmos auf, schneide und übersetze sie, lade sie ins BR-Redaktionssystem hoch…

 

Parallel dazu bin ich auch Printjournalistin geblieben. In meinem Heimatland habe ich eine fast 25-jährige Berufserfahrung als Sozialpolitik-Redakteurin in überregionalen Tages- und Wochenzeitungen, und als Gast-Redakteurin und Gast-Autorin in diversen deutschen und schweizer Medien.

 

Gerne denke ich an das Studienjahr an der FU Berlin und an die Journalisten-Ausbildungsprogramme in Deutschland, an denen ich im Laufe der Jahre teilgenommen habe. Ansonsten habe ich an der Fakultät für Journalistik und Massenkommunikation der Universität Sofia studiert, wo ich seit drei Jahren als Honorardozentin „Sozialpolitik und Arbeitsverhältnisse für innenpolitische Journalisten“ unterrichte.

 

Was aber in meinem Berufsleben seit 2006 für Abwechslung sorgt und mich immer auf Trab hält, ist gerade mein Engagement für die ARD. Ich bin das Ohr und das Auge des ARD Hörfunks in Bulgarien. Dazu organisiere ich Reisen und Termine für die ARD Hörfunkkorrespondenten vor Ort und dolmetsche, wenn es nötig ist. Und es macht riesigen Spaß!