Besnik Hamiti – Interview mit einem Grenzpolizisten an der albanisch-kosovarischen Grenze zum Thema Schmuggel. Foto: BR | Besnik Hamiti

Freier Mitarbeiter, Kosovo

Besnik Hamiti

Ich wurde Weihnachten 1970 in Dumnica, an der Grenze zwischen Kosovo und Serbien geboren. Nur fünf Jahre später zog meine Familie nach Prishtina. Dort schloss ich meine Ausbildung mit einem Master in Ingenieurswissenschaften der Universität Prishtina ab. 1989 trat ich der Studentenunion bei, um gegen das strenge kommunistische Regime undfür die Freiheit meines Volkes zu kämpfen. Wegen meiner politischen Aktivitäten wurde ich vom Regime aus meinem Land verbannt und musste außerhalb meines Landes leben. 1994 habe ich dann begonnen als Producer für europäische und amerikanische Zeitungen und Magazine zu arbeiten, darunter u.a. der Daily Telegraph, die Süddeutsche Zeitung.

 

Bis zu den Luftangriffen der NATO im März 1999 arbeitete ich auch für die OSZE Mission in Kosovo. Nachdem ich im April 1999 durch das Regime von Slobodan Milosevic nach Mazedonien deportiert wurde, war ich als Chefredakteur des Nachrichtenresorts bei Radio Vati in Skopje tätig. Nach dem Krieg im Juni 1999 arbeitete ich wieder als Producer im Kosovo, dieses Mal für die renommierte amerikanische CNN und die britische BBC.

 

Seit Juli 1999 arbeite ich auch als Producer für die ARD im Kosovo. Im Rahmen meiner Arbeit habe ich seitdem mehr als 1000 kosovarische Dörfer und Städte besucht und so den Wiederaufbau meines Landes nach den Kriegszerstörungen miterlebt. Darüber hinaus habe ich auch an Beiträgen und Reportagen aus dem Preshevo-Tal, Mazedonien und Albanien mitgearbeitet. Es ist für mich eine Ehre und ein großes Privileg mit vielen Reportern des Bayerischen Rundfunks und der anderen ARD Rundfunkanstalten zusammenzuarbeiten und von ihnen zu lernen, darunter: Gerd Ruge, Peter Miroschnikoff, Franz Stark, Detlef Kleinert, Thomas Morawski, Ralph Gladitz, Martin Weiss, Christine Adelhardt und Susanne Glass.

 

Seitdem habe ich auch mehrere Dokumentationen für das kosovarische Fernsehen als Autor oder Co-Autor produziert und das obwohl mir mein Mentor und Kollege damals zugeflüstert hat, als er in den Ruhestand gegangen ist: „Fernsehen ist Zeitverschwendung, Bücherlesen dagegen eine wahre Freude“

 

Ich liebe die Literatur wirklich, genauso wie ich die Fotographie liebe, aber noch mehr liebe ich es für das Fernsehen zu arbeiten.