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Foto: BR | Yvonne Samsarova

Büffeln statt beten während Corona
Die Wiener Votivkirche bietet Studierenden Platz zum Lernen

Stefani Sarcevic und Nina Chahin – Studentinnen der Uni Wien treffen sich zum Lernen. Sie haben Laptops, Bücher und Studienordner mit. Das Skurrile dabei: ihr heutiges Lernzimmer befindet sich in einer Kirche.

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Video: Christian Limpert

Bearbeitung: Jan Heier

Aus Platzmangel hat die Hochschulleitung der Universität Wien den Sakralbau einer der schönsten und größten Kirchen Wiens als Lern- und Aufenthaltsraum für Studierende angemietet. Von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 18 Uhr kann jeder die Wiener Votivkirche zum Lernen nutzen, mit Kopfhörern sogar auch Onlinevorlesungen besuchen.

Da der Platzmangel an der Universität Wien durch die Corona-Maßnahmen so groß war, mussten Ausweichräumlichkeiten gefunden werden. Für Prof. Dr. Christa Schnabl, Vizerektorin der Universität Wien ist die Wahl der Votivkirche eine Win-Win-Situation für Studierende und die Pfarre. Foto: BR | Yvonne Samsarova
Da der Platzmangel an der Universität Wien durch die Corona-Maßnahmen so groß war, mussten Ausweichräumlichkeiten gefunden werden. Für Prof. Dr. Christa Schnabl, Vizerektorin der Universität Wien ist die Wahl der Votivkirche eine Win-Win-Situation für Studierende und die Pfarre. Foto: BR | Yvonne Samsarova

Für möglichst optimale Bedingungen wurde das Kirchenschiff aufgerüstet mit Steckdosen, verstärktem WLAN und Wärmestrahlern. Vor der Kirche wurde auch ein WC-Container aufgestellt. Das Angebot wird unterschiedlich gut angenommen, mal sind nur drei Studierende da, mal sind es bis zu 50.

Stefani und Nina sind zufrieden. Zuhause gebe es nur wenig Platz und sie ließen sich leicht ablenken, erzählen sie uns. Daher nehmen sie gerne das Angebot der Universität wahr.

In der Kirche können sie sich gut konzentrieren, da es ruhig ist. Etwas ungewohnt sei es allerdings schon. Außerdem ist mit 12 Grad Raumtemperatur recht kühl, finden die beiden, man sollte daher gut angezogen sein.

Gerade für die Erstsemester ist die momentane Situation nicht leicht. Da der Großteil der Lernveranstaltungen online stattfindet haben tausende Studenten und Studentinnen keine Möglichkeit soziale Kontakte zu knüpfen. Die Kirche bietet eine Möglichkeit, sich zumindest zum Lernen zu verabreden.

Für alle, die die Kirche zum Studieren nutzen wollen gilt Abstand halten, Maske tragen, Hände desinfizieren. Ein Sicherheitsdienst achtet auf Ruhe und das Einhalten der Hygieneregeln.

Auch für Touristen und Gläubige ist die Kirche weiterhin geöffnet. Die Gottesdienste finden ohnehin abseits der Lernzeiten statt. Am 18. Dezember endet das Projekt – dann benötigt die Kirchenverwaltung das Gotteshaus für die Weihnachtsgottesdienste.

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