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Bei dem PCR-Test wird ein Rachenabstrich durchgeführt. Das Ergebnis soll innerhalb von wenigen Stunden vorliegen. Foto: BR | Srdjan Govedarica

Flughafen Wien bietet Corona-Tests an
Einreise nach Österreich ohne Quarantäne?

Ronald Fornezzi sitzt in einem Nebengebäude des Wiener Flughafens und wartet darauf, zum Corona-Test vorgelassen zu werden. Vor ein paar Stunden ist der Wiener Architekt mit dem Flugzeug zurück aus Frankfurt gekommen. Unverrichteter Dinge, wie er sagt. Denn die deutsche Polizei hat ihn direkt nach der Landung am Flughafen Frankfurt abgewiesen. „Sie haben mich als nicht systemrelevant eingestuft und wieder zurückgeschickt. Ich wurde quasi von zwei Polizisten ins Flugzeug begleitet“. Sein Problem: weil er nun dennoch offiziell aus dem Ausland nach Österreich einreist, müsste Fornezzi eigentlich für 14 Tage in Quarantäne. Um sich das zu ersparen, will er sich jetzt testen lassen. Die 190 Euro, die der Test kostet, nimmt er in Kauf: „Naja, es ist besser als nicht arbeiten oder nur eingeschränkt arbeiten zu können“.

 

Geschäftsreisende wie der Wiener Architekt sind auch die Hauptzielgruppe für den Schnelltest, den der Flughafen Wien seit Anfang der Woche anbietet, sagt Flughafensprecher Peter Kleemann. „Wir haben das Angebot am Montag gestartet in Zusammenarbeit mit einem externen Labor, das auf die Durchführung solcher Tests spezialisiert ist“. Die Nachfrage sei von Anfang an groß, so der Flughafensprecher, 70 Testungen pro Tag führen sie derzeit durch, viel mehr gehe nicht.

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Corona-Test am Flughafen Wien

Videomaterial | Beitrag: Christian Limpert

Videobearbeitung: Vera Gasber

Blick ins Wartezimmer: Rund 20 Personen, ausgestattet mit Schutzmasken, warten an diesem Vormittag darauf, zum Test vorgelassen zu werden. Manche von ihnen sitzen schon über zwei Stunden da. Sichtlich genervt ist ein Ehepaar, gerade aus den USA gelandet. Interviews wollen sie nicht geben. Auch der eigentliche Testraum ist für Medien tabu, nur ganz kurz dürfen wir reinschauen. Eine junge Frau hat an einem Tisch Platz genommen. Sie benötigt den Test, um in ihre Heimat Tschechien reisen zu dürfen. „Einmal kurz Husten“, sagt der Labormitarbeiter. „Dann den Mund ganz weit aufmachen“. Mit einem Abstrich-Stäbchen stochert er in Mund- und Rachen der jungen Dame herum. Angenehm ist das nicht.

In einem eigens eingerichteten Labor werten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Probe sofort aus, die Testergebnisse gibt es noch am selben Tag, wenn’s gut läuft binnen zwei oder drei Stunden. Wer will, kann auch zuhause auf sein Ergebnis warten, denn das Angebot richtet sich nicht nur an Flugreisende. Christiane Ondrejka ist aus der Wiener Innenstadt zum Flughafen gekommen. Sie arbeitet in einer Anwaltskanzlei und ist hier, weil ihre Chefs sie darum gebeten haben. „Von staatlicher Seite gibt es für mich keinen Test“, sagt die Angestellte, „obwohl mein Sohn Kontakt mit einem Corona-Patienten hatte“. Immerhin: den Schnelltest am Flughafen zahle ihr Arbeitgeber, sagt die Wienerin. Und grundsätzlich sei Testen auch sinnvoll.

„Weil ich keine Symptome habe, mache ich es aus Sicherheitsgründen. Damit ist ausgeschlossen, dass ich an den Arbeitsplatz gehe und jemanden anstecke, das Risiko wollen wir ned eingehen.“

Christiane Ondrejka, Mitarbeiterin Anwaltskanzlei

Architekt Ronald Fornezzi will zuhause auf das Ergebnis seines Tests warten, ob es nun drei Stunden dauert oder länger, ist ihm egal. „Der Tag ist sowieso gelaufen“, sagt er. Offiziell muss er sich aber in Quarantäne begeben, bis er das Testergebnis übermittelt bekommt. „Ein negatives, natürlich!“, da ist sich der Architekt schon jetzt sicher.

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Kommentare (2)

Der Psychologe am

Liebe Redaktion, das Virus ist global unterwegs und verschwindet nicht. Man muss mit dem Virus leben, so normal wie möglich. Aufgrund der einseitigen negativen Berichtserstattung über die angeblichen Gefahren des COVID-19 wurden die Mehrheit der Weltbevölkerung in Angst und Panik versetzt. Da die offiziellen Zahlen der Infizierten die sehr höhen Dunkelziffer der Infektionsrate nicht hergeben, ist der Eindruck entstanden, dass das Virus gefährlicher ist als ein Grippe Virus. Die Studien u.a. in Heinsberg und Ischgl und… widersprechen diese Annahme. Statt harte Maßnahmen müssen intelligente Lösungen die sehr alten und sehr kranken Menscnhen schützen. Die Psychische Gesundheit ist das Fundament der Körperlichen Gesundheit und ein starkes Immunsystems. Die Angst, das ständige Gefühl der Bedrohung durch das Virus,Stress durch die Einschränkungen des alltäglichen Lebens, Verbote/Einschränkungen hinsichtlich der sozialen Kontakte schaden unserer (psychischen) Gesundheit…

Hannelore Gföller am

Hallo liebes Team von covid19. War heute bei Ihnen um mich zu testen. Habe aber noch kein Mail bekommen und habe Angst das irgendwas schief gelaufen ist. Da ich es dringend brauche, weil ich morgen früh nach ungarn muss. Glg Hannelore Gföller

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