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Bereits seit dem 17. März ist der Schlosspark Schönbrunn wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen, wie auch alle anderen Bundesgärten in Wien. Eine Maßnahme, die für viel Kritik gesorgt hat. Foto: BR | Christian Limpert

Gesperrte Bundesgärten in Wien
Schönbrunn im Dornröschenschlaf

Das gab’s noch nie! Der Schlosspark Schönbrunn gesperrt, knapp 4 Wochen lang. Ausgerechnet das Wohnzimmer der Wiener, der Park, der sonst täglich geöffnet hat, das ganze Jahr über. Corona hat auch hier alles verändert.

Bereits seit dem 17. März ist der Schlosspark Schönbrunn geschlossen, wie auch alle anderen Bundesgärten in Wien. Eine Maßnahme, die für viel Kritik gesorgt hat. „Sperrts auf es Heisl“ ist auf einem kleinen Plakat zu lesen, das irgendwer an eines der großen Tore geklebt hat. Die Kritik ist nicht ganz unberechtigt: denn wo ließe sich der Mindestabstand derzeit besser einhalten, als in den weiten Prachtalleen des Schlossparks Schönbrunn. Und die Sorge, ein offener Park könne zu viele Touristen oder Besucher auch von außerhalb anlocken, scheint in Zeiten geschlossener Grenzen und eingeschränkter Bewegungsfreiheit unbegründet.

Ein Glücksfall ist die Parksperre für die Bewohner Schönbrunns.

Luxus für Anwohner und deren Angehörige. Nur wer in den ehemaligen Dienstwohnungen lebt kann derzeit diesen exklusiven Blick genießen. Foto: BR | Christian Limpert
Luxus für Anwohner und deren Angehörige. Nur wer in den ehemaligen Dienstwohnungen lebt kann derzeit diesen exklusiven Blick genießen. Foto: BR | Christian Limpert

Rund 135 Wohnungen, vor allem in den ehemaligen Versorgungs- und Personalgebäuden neben dem Schloss, sind vermietet. Wer dort wohnt, darf auch den Schlosspark nutzen. Dank der Corona-bedingten Parksperrung ist das derzeit der reinste Luxus: der Weg hinauf zur Gloriette ist menschenleer, genau wie die Grünflächen rund um das Palmenhaus oder die große Allee zwischen Schloss und dem berühmten Neptunbrunnen. Spazieren gehen ganz alleine, auf 160 Hektar.

Hin und wieder laufen einem ein paar Gärtner oder andere Bewohner über den Weg. Es scheint, als sei die Zeit stehen geblieben. Wo sonst tausende Touristen fotografieren, flanieren und Lärm machen ist jetzt nichts. Ruhe. Vogelgezwitscher. Ungestörter Frühling. Wenn es nach so manchem Schlossbewohner ginge, könnte das auch noch eine ganze Weile so bleiben. Doch wenn am 14.04. die ersten Corona-Maßnahmen vorsichtig gelockert werden, dann sperren auch die Bundesgärten in Wien und damit der Schlosspark Schönbrunn wieder auf. Die Wiener werden ihren Park dann sicher wieder nutzen. Der bislang alltägliche Ansturm von Tagestouristen aus aller Welt aber wird noch eine ganze Weile ausbleiben.

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