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Emir Hastor trainiert für den Halbmarathonlauf auf seinem Balkon Foto: Emir Hastor

Halbmarathon trotz Corona-Ausgangssperre
Der Balkonläufer

Emir Hastor hat zurzeit viel um die Ohren. Der 25-jährige Stundent ist als freiwilliger Helfer in der ostbosnischen Stadt Gorazde und der Umgebung viel unterwegs und versorgt Menschen über 65 mit Medikamenten und Nahrungsmitteln. In seiner Freizeit ist Emir Hastor passionierter Läufer und er möchte auch in Zeiten der Corona-Krise nicht aus der Form kommen.

Als er Ende März von einem Hilfseinsatz nachhause kommt, ist es schon spät und die Ausgangssperre ist bereits angebrochen. Sein tägliches Lauftraining muss wohl ausfallen, denkt er zuerst. Doch dann entscheidet er sich, einige Schritte auf dem 7,5 Meter langen Balkon seines Familienhauses zu laufen. Nach zwei Kilometern ist er auf Betriebstemperatur und entscheidet sich, weiterzumachen. Bei Kilometer zehn kommt ihm der Gedanke, dass er vielleicht den Halbmarathon schaffen könnte. Und tatsächlich: Emir Hastor läuft in einer Stunde und 36 Minuten seinen Balkon genau 2814 Mal ab und kommt auf die Strecke von knapp 21,1 Kilometern.

Ein Zeitraffervideo seines Balkonlaufs stellt Emir Hastor online. Und er hat auch eine Botschaft: „Bleibt zu hause!“ – sagt er im Gespräch mit dem ARD –Studio Südosteuropa – „sonst widerfährt uns in meiner kleinen Stadt, in Bosnien und Herzegowina und auf der ganzen Welt eine Katastrophe.“

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Halbmarathon trotz Corona-Ausgangssperre in Bosnien und Herzegowina

Videomaterial:  Emir Hastor
Schnitt: Thomas Wachholz

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