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Frederika Ferkova aus Wien hatte die Idee zur #nachbarschaftschallenge. Foto: BR | Vera Gasber

Coronavirus Österreich – Initiative aus Wien zur gegenseitigen Hilfe
Nachbarschaftschallenge

Das Coronavirus schränkt nach und nach den Alltag in Österreich ein. Isolation und Quarantäne werden als Maßnahmen eingesetzt. Doch was tun, wenn man keine Hilfe von außen hat? Eine Wienerin hat eine einfache, aber genauso smarte Idee.

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Frederika Ferkova über #Nachbarschaftschallenge

Video: Vera Gasber

Vom Frust zum Hilfsangebot: Ein Perspektivwechsel

Am vergangenen Dienstag tritt der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz vor die Presse: Alle Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmenden im Freien und ab 100 Gästen in geschlossenen Räumen müssen zur Verlangsamung der Verbreitung des Coronavirus abgesagt werden. Social-Media-Managerin Frederika Ferkova ärgert sich zuerst, weil sie erstens selbst Veranstalterin sei und zweitens viele Freunde im Kulturbereich habe. Sie setzt diesen Tweet ab.

 

Doch nach einem Gespräch mit ihrem Vater, der Virologe ist, ändert sie ihren Blickwinkel: Die Ansteckungsgefahr sei viel höher als bei einer normalen Grippe. Auf Twitter sieht sie folgenden Tweet von Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl. Danach überlegt Frederika Ferkova, wie sie in dieser Situation helfen könnte.

Eine Idee verbreitet sich im Netz: Die #nachbarschaftschallenge

Die Idee geht viral. Allein der Tweet wird fast 500 Mal geteilt, fast 3.000 gefaved. Medien aus Österreich, Deutschland und der Schweiz berichten über die Aktion.

 

Unter dem Hashtag #nachbarschaftschallenge werden gesunde Menschen aufgerufen, in ihrem Haus älteren Menschen und Risikogruppen ihre Hilfe anzubieten. Vorlagen für einen solchen Zettel gibt es hier.

 

Aber man sollte sein Verhalten auch an die Gegebenheiten anpassen, sagt Frederika Ferkova im Interview. So könnten ab Montag auch freigestellte Studierende ihre Hilfe bei der Kinderbetreuung anbieten, da viele Familien und Alleinerziehende aufgrund des Ansteckungsrisikos nicht mehr auf die Großeltern zurückgreifen sollen.

 

Ihr Aufruf auf dem Zettel: „Gemeinsam steht Wien auch eine Pandemie durch <3“. Jetzt sei der Zeitpunkt, Zivilcourage zu zeigen, um die Schwächeren in der Gesellschaft zu schützen.

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