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Ein Coronavirus-Informationsblatt der Österreichischen Apothekerkammer. Foto: picture alliance | APA | picturedesk.com

Coronavirus in Österreich und Südosteuropa
Die Angst vor der Panik

Ungarn gilt ganz offiziell noch als Corona-frei, die Panik vor dem Virus aber hat das Land bereits im Griff. Im nordostungarischen Eger wurde ein Schwimmbad geschlossen. Der Grund: das lokale Wasserpoloteam, das regelmäßig in den Schwimmbecken des Bades trainiert, war letzte Woche zu Besuch in Norditalien. Als Vorsichtsmaßnahme gegen Corona lässt die Stadt das gesamte Schwimmbad jetzt desinfizieren und das Wasser in den Schwimmbecken komplett auswechseln.

Auch Österreich hat bislang wenig dazu beigetragen, um Panik in der Bevölkerung zu vermeiden: Am Sonntag wurden Züge aus Italien vor der Grenze gestoppt. Schnell stellte sich heraus, es handelte sich um einen Fehlalarm: Keiner der Passagiere in den Zügen hatte sich mit Corona infiziert. Auf einer Pressekonferenz am Folgetag kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz an, dass Grenzschließungen nicht geplant seien. „Ein Virus lässt sich nicht an der Grenze aufhalten“, so Kurz.

Insgesamt gibt es in Südosteuropa bislang 8 bestätigte Corona Fälle, fast alle waren zuvor in Italien. 3 Infizierte meldet Österreich: zwei italienische Staatsbürger, die derzeit in einer Innsbrucker Klinik behandelt werden, sowie einen 72-jährigen Mann in Wien.

In Kroatien sind 3 Männer infiziert, in Rumänien ein Mann, in Nordmazedonien eine Frau. Auch diese 5 Infizierten sind erst vor wenigen Tagen aus Italien zurückgekehrt und befinden sich inzwischen in ihrem jeweiligen Heimatland in Quarantäne.

Bislang keine Corona-Fälle gibt es in Albanien, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Ungarn, Serbien und Slowenien.

 

Politiker und Gesundheitsexperten stehen, sowohl in den betroffenen als auch den noch nicht betroffenen Ländern Südosteuropas, vor einem Dilemma. Auf der einen Seite warnen sie vor Panikmache und Hysterie, gleichzeitig informieren sie über teils drastische Sicherheitsvorkehrungen. So wird in Albanien bei allen Passagieren, die per Schiff und Flugzeug aus Italien einreisen, die Körpertemperatur kontrolliert, einreisende Chinesen müssen zudem Fragebögen ausfüllen. Auch am Flughafen Budapest gibt es strenge Kontrollen für Einreisende aus Italien und China. In Bulgarien und Ungarn wurden insgesamt 25 Rückkehrer aus Italien und China vorsorglich unter Quarantäne gestellt.

 

(Angaben zu Corona-Fällen – Stand: 27.02. 11.30 Uhr, Seite der WHO mit aktuellen Daten)

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Kommentare (1)

Dr.med Henning Janssen am

wenn die Dämme erst gebrochen,wird es sehr viel schwieriger.Momentan kann ich die Risikofälle in meiner Praxis durch dieAnamnese(Befragung) bezüglich Kontakt mit mutmasslich Infizierten /Aufenthalt in besonders betroffenen Gebieten noch eingrenzen,sobald durch Vorortinfektion dies nicht mehr möglich ist und sich hinter jedem scheinbar banalem Atemwegsinfekt eine covid infektion tarnen koennte,wird unser Leben sich für Monate drastisch ändern,kaum vorstellbar Veranstaltungen,volle Stadien,Olympiade usw, NB In der Alterskohorte der Hausärzte,männlich ca 60 Jahre Durchschnittsalter ist im Fall einer Infektion die Letalität ca 5%.m.E. ein nicht mehr vertretbares Berufsrisiko, über eine umfassende Neuordnung der medizinischen Basisversorgung sollte man sich jetzt schon Gedanken machen,vermisst habe ich bei der Sendung Hart aber fair die Darstellung der Probleme der Basisversorger mfg Dr.Janssen

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