Google Maps-Vorschau - es werden keine Daten von Google geladen.

Den Eislaufbegeisterten steht auf der Eisbahn im Budapester Viertel Varosliget eine Fläche von 12.000 Quadratmetern zur Verfügung. Foto: BR | Edit Inotai

Lieblingsplatz Kunsteisbahn in Budapest
Pirouetten unter freiem Himmel

Willkommen auf dem größten Eislaufplatz Europas unter freiem Himmel! Diese 12.000 Quadratmeter große Kunsteisbahn liegt im Budapester Viertel Varosliget und feiert 2020 ihr 150-jähriges Jubiläum. Bereits 1869 wurde in Budapest ein Eislaufverein gegründet, der die Erlaubnis erhielt am Varosliget-See eine Eisbahn zu errichten. Seit 1870 können Eislaufbegeisterte hier ihre Künste zeigen. Zu Beginn war alles eher minimalistisch, es gab keine Gebäude, sondern nur zwei Holzbuden am Rand der Eisfläche. Dafür war das Eislaufen kostenlos. Ein Riesenerfolg war die Veranstaltung schon damals, und mittlerweile ist die Eisbahn im Winter eine der größten Touristenattraktionen der Stadt.

Die Eisbahn in Varosliget (übersetzt Stadtwäldchen) war auch der Beginn des Eishockeys in Ungarn. Seit 1920 fanden hier Eishockeyspiele der Nationalmannschaft statt. Mittlerweile ist diese allerdings in eine Eishalle umgezogen, geblieben ist das Eishockeymuseum.

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten direkt von YouTube geladen.

Auf dem Eis in Budapest

Videomaterial: Edit Inotai

Videobearbeitung: Karin Straka

Natürlich hat sich seit den Anfängen vieles verändert. Die Holzbuden wurden nach einem Brand durch ein Prachtgebäude des bekannten ungarischen Jugendstilarchitekten Ödön Lechner ersetzt. Für die riesige Eisfläche wird das Wasser des Varosliget-Sees, auf dem im Sommer Ruderboote ihre Kreise ziehen, abgepumpt. An Stelle des Sees entsteht mit Hilfe eines knapp 200 Kilometer langen Rohrsystems, gefüllt mit dem Kühlmittel Propylenglykol, die Eisbahn. Eislaufen macht bekanntlich hungrig und ein kleiner Imbiss verkauft Glühwein und Schmalzbrote. Es gibt einen Schlittschuh-Verleih, Garderoben und am Abend drehen die Menschen ihre Pirouetten in der Eisdiskothek. Geöffnet ist von Mitte November bis Februar, je nach Wetter auch manchmal länger.

Eine Besonderheit ist auch die Umgebung des Eislaufplatzes. Etwa auf der einen Seite das Schloss Vajdahunyad, das wie eine Filmkulisse wirkt. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut und ist eine Kopie des Schlosses der ungarischen Adelsfamilie Hunyadi in Siebenbürgen (Rumänien). Auf der anderen Seite ist der Heldenplatz, Ende des 19. Jahrhunderts aus Anlass des 1000-jährigen Jubiläums der ungarischen Staatsgründung erbaut.

Aber Achtung. Lassen Sie sich von der schönen Kulisse nicht zu sehr ablenken, denn auf der Eisfläche ist immer viel los. Und damit es ein wenig spannend bleibt, wird gegen den Uhrzeigersinn gelaufen, nur mittwochs ist es umgekehrt. Viel Spaß beim Tanz übers Eis.

Was Sie noch interessieren könnte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.