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Abendlicher Hot-Spot während der Ballsaison - die Wiener Hofburg. Foto: BR | Michael Mandlik

Nicht nur zur Ball-Saison
Frauenpower in der Wiener Hofburg

Sie ist so etwas wie eine Event-Zentrale in Dauerschleife, die Wiener Hofburg. Nicht nur zur gegenwärtigen Ballsaison, sondern das ganze Jahr über finden hier in steter Folge kulturelle, gesellschaftliche, geschäftliche wie auch politische Meetings und Veranstaltungen statt. Der österreichische Bundespräsident hat seinen offiziellen Amtssitz in der Hofburg. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist hier als Dauergast akkreditiert. Auch das österreichische Parlament, der Nationalrat, hat hier in einem eigenen Saal eine vorübergehende Bleibe gefunden – so lange, bis das eigentliche und in Sichtweite befindliche Parlamentsgebäude  nach der Kernsanierung wieder geöffnet werden kann. Darüber hinaus gibt es auch noch das Albertina Museum, das Sisi-Museum, die Kaiserappartements, die Schatzkammer, die Nationalbibliothek, die Wiener Hofreitschule, und, und, und…

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Video: Michael Mandlik

Kamera: Markus Breiner

Schnitt: Günter Stöger

Tanzen bis zum frühen Morgen

Und jetzt, zur Ballsaison, wird in zahlreichen Prunkräumen der Hofburg vor allem eines gemacht: getanzt – bis in die frühen Morgenstunden. Im Unterschied zur Wiener Staatsoper, in der nur einmal pro Jahr der wahrscheinlich berühmteste Festball der Welt zelebriert wird, ist die Wiener Hofburg über Wochen hinweg und in steter Folge das Tanz-Mekka für alle Ball-Begeisterten aus dem In- und Ausland. Woche für Woche laden die unterschiedlichsten Veranstalter zu diesen gesellschaftlichen Großereignissen, allen voran dem alljährlichen Hofburg Silvesterball, der erst jüngst als 50.Veranstaltungsjubiläum gefeiert werden konnte.

Effiziente Frauen-Power

Doch wie organisiert man übers Jahr verteilt bis zu 320 Events in 35 Veranstaltungsräumen auf  insgesamt 17.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche und Kapazitäten für bis zu 4900 Personen? Die Antwort: Mit einem eingeübten Eventmanagement, das in der Hofburg nun schon seit Jahren fast ausschließlich von Frauen gestellt wird. Die Organisatorinnen rund um Geschäftsführerin Alexandra Kaszay sind schon Monate vor Beginn der jeweiligen Ballsaison mit umfangreichen Vorbereitungen beschäftigt: individuelle Beratung der unterschiedlichen Veranstalter etwa zu Raumkonzept, Eventablauf, Beleuchtung, Veranstaltungstechnik, Unterstützung bei Kongressbewerbungen, Koordination bzw. Kontaktvermittlung zu Cateringpartnern, weiteren Kongressorganisationen oder auch Hotels. Ob die serviceorientierten Angebote entsprechend an- und aufgenommen werden, entscheiden letztendlich natürlich aber die Veranstalter selbst. Auch in der Wiener Hofburg gilt: wer zahlt, der bestimmt.

So gut wie ausgebucht

Die Effizienz des Frauenpower-Managements hat sich jedenfalls herumgesprochen – die Wiener Hofburg ist in Sachen Ballsaison für den Planungszeitraum der kommenden vier Jahre bereits so gut wie ausgebucht. Routine a la „Business As Usual“ kehrt im Frauenteam rund um Chefin Kaszay dennoch nicht ein. Gerade die Wiener Ballsaison ist geschäftlich hart umkämpft, die vielfach vorhandene  Konkurrenz schläft nicht. So müssen sich auch die Hofburg-Organisatorinnen immer an den neuesten Veranstaltungstrends orientieren, was auch stete Neuinvestitionen nötig macht. Denn: so besonders die Wiener Hofburg als Veranstaltungsort auch ist – das Alleinstellungsmerkmal per se reicht längst nicht mehr als Garantie für geschäftlichen Erfolg.

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