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Eva Fahidi in ihrer Wohnung in Budapest. Foto: BR

Zu Besuch bei der Holocaust-Überlebenden Éva Fahidi
´Mit der Seele kann man das nicht verstehen´

Éva Fahidi wird 1944 mit Ihrer Familie aus Ungarn nach Auschwitz-Birkenau verschleppt. Es ist Josef Mengele, der die Familie gleich nach der Ankunft in Auschwitz trennt. Fahidis Mutter und Schwester werden vergast, ihr Vater stirbt im Lager. Die damals 18-jährige Éva Fahidi wird als arbeitsfähig eingestuft und nach sechs Wochen in Auschwitz in das Lager Münchmühle nach Hessen gebracht, eines der vielen Außenlager des KZ Buchenwald. Dort muss sie 12 Stunden am Tag  als Zwangsarbeiterin für eine Sprengstofffabrik schuften. 1945 wird Éva Fahidi auf einen Todesmarsch geschickt, kann aber fliehen. Als einzige Überlebende einer Großfamilie kehrt sie nach dem Krieg nach Ungarn zurück. Sie heiratet und bekommt eine Tochter. Viele Jahrzehnte lang geht Éva Fahidi ihrer Vergangenheit aus dem Weg und schweigt über ihre Erlebnisse. Erst nach 59 Jahren entscheidet sie, anderen Menschen aus ihrem Leben zu erzählen. Inzwischen ist sie immer wieder in Deutschland, hält Vorträge und gibt Interviews. Bei Prozessen gegen ehemalige SS-Leute tritt sie als Zeugin oder Nebenklägerin auf.

„Ich bin deshalb am Leben geblieben, weil ich muss darüber schreiben, brüllen, alles muss ich machen, alle meine Möglichkeiten muss ich einsetzen, um den Menschen zu erzählen, was da die Wahrheit gewesen war.“  – sagt die heute 94-jährige.

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