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Ein nicht ganz ernst gemeinter Ausblick auf das Jahr 2020. Foto: dpa

Ein nicht ganz ernst gemeinter Ausblick 
Das bringt 2020

Januar

Der kroatische Grenzpolizist Danijel Bušbek (32) wird von seinen eigenen Kollegen nach Bosnien und Herzegowina abgeschoben. Bušbek gibt an, dass er seinen Dienstausweis in der Kantine vergessen hatte, seine Kollegen ihm aber nicht zuhören wollten. Es handle sich um eine bedauerliche Verwechslung – so das Innenministerium in Zagreb – Bušbek sei nach dem Besuch eines Solariums wegen seines dunkeln Teints für einen illegalen Migranten gehalten worden. Die Grenzpolizei habe aber selbstverständlich streng nach nationalen und internationalen Standards gehandelt.

Februar

Nach der Abfahrt des letzten Linienbuses Sarajevo-Dortmund ist H. K. (98) aus der Kleinstadt Čekrčići die letzte verbliebene Einwohnerin Bosnien und Herzegowinas ohne politisches Amt. Das dreiköpfige Staatspräsidium, die zehn Kantons-Premiers und Parlamentspräsidenten sowie alle 146 Minister kündigen für das kommende Jahr eine gemeinsame Sitzung an, bei der die Folgen des dramatischen demographischen Wandels beraten werden sollen.

 

März

Nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen zwischen Sebastian Kurz’ ÖVP und den Grünen wählt Österreich ein neues Parlament. Klarer Wahlsieger ist die von Sebastian Kurz neu gegründete Bewegung ICHFÖ („Ich für Österreich“). Zusammen mit der konservativen ÖVP erreicht die ICHFÖ die absolute Mehrheit. Kurz wird Kanzler und ernennt sich selbst zum Vizekanzler. Damit sei das Optimum an Handlungsfähigkeit erreicht und ein gegenseitiges Anpatzen praktisch ausgeschlossen – so Kurz in einem von Roland Emmerich produzierten Youtubevideo.

April

Am 1. April gibt der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán das Ende der illiberalen Demokratie bekannt. Er werde von allen Ämtern zurücktreten, von nun an in einem Piercingstudio arbeiten und Flyer für Amnesty International verteilen, so Orban bei einer Pressekonferenz im Budapester Szenelokal „Rainbow“.

Mai

Im Kosovo ist es ab sofort allen Männern gesetzlich vorgeschrieben, mindestens ein Paar Jogginghosen zu besitzen und diese während der üblichen Geschäftszeiten auch zu tragen. Das Gesetz sieht außerdem Steuererleichterungen für den Kauf von Jogingghosen der heimischen Hersteller „Niçe“ und „Adëdas“ vor.

Juni

Das Alpenland Slowenien kündigt an, eine Konföderation mit der Slowakei und der kroatischen Provinz Slawonien eingehen zu wollen. „Wir werden sowieso dauernd verwechselt „– so der slowenische Ministerpräsident Marjan Šarec – „und außerdem versprechen wir uns einen neuen Binnenmarkt für unseren wichtigsten Industriezweig –  die Gartenzwergproduktion“.

Juli

Das Balkanland Nordmazedonien benennt sich nach einem Referendum in „Griechenland“ um. Zuvor hatte das Parlament in Athen mit großer Mehrheit dafür gestimmt, den eigenen Landesnamen in „Mazedonien“ zu ändern. Experten befürchten nun einen lang andauernden Namensstreit.

August

In Bulgarien ist das Wort „Korruption“ offiziell aus dem Sprachgebrauch gestrichen worden. Stattdessen soll von „freundlichen Zuwendungen“ gesprochen werden, teilte das Präsidialbüro in Sofia mit. Die Antikorruptionsbehörde wird außerdem mit neuen Aufgaben betraut und soll sich künftig um die Qualitätssicherung des Nationalgerichts „Banitza“ kümmern.

September

Der Sieg des serbischen Staatspräsidenten Aleksandar Vučić bei der Casting-Show „Serbia‘s Got Talent“ sei möglicherweise eine Schiebung gewesen, berichten serbische Investigativjournalisten. Es lägen Hinweise vor, dass komplette Firmenbelegschaften mit extra angemieteten Bussen zum Telefonvoting gefahren worden seien und vor Zeugen für Vučić stimmen mussten. Die Journalisten werden kurz nach der Veröffentlichung ihrer Recherchen festgenommen und in den Kosovo abgeschoben

Oktober

Die albanische Opposition gibt bekannt, den von ihr selbst im Februar 2018 ausgerufenen Parlamentsboykott künftig boykottieren zu wollen. Sollte Ministerpräsident Edi Rama diesen Schritt nicht akzeptieren, werde man die eigenen Anhänger zu Massendemonstrationen in allen Großstädten des Landes aufrufen, teilte Oppositionsführer Lulzim Basha mit.

November

Nach den Ergebnissen einer aktuellen Volkszählung ist jeder der 642.550 Bürger Montenegros mit mindestens einer Person verwandt, die ein politisches Amt innehat. „Damit haben wir das Ziel erreicht, dass wir uns bei der Unabhängigkeit unseres Landes 2006 gesetzt hatten“ – erklärte Staatspräsident Milo Đjukanović am Rande einer Familienfeier.

Dezember

Straßenhunde dürfen in Rumänien künftig einfache Tätigkeiten in Staatsbetrieben übernehmen. Diese Maßnahme sei eine Reaktion auf die anhaltende Abwanderung von Fachkräften aus dem Land – teilte die nationalliberale Regierung in Bukarest mit.

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