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Eine heiße Quelle speist das Becken mit angenehm warmem Thermalwasser. Foto: BR | Sasko Golov

Lieblingsplatz Strnovac in Nordmazedonien
Der geheime Kurort

Diesen Ort werden Sie vermutlich weder in einem Reiseführer finden, noch ist er in einer Liste von Kurorten vermerkt. Es gibt auch keine Hinweisschilder an der Straße. Sie können ihn nur finden, wenn Ihnen eine Person die bereits dort war den Weg erklärt. Genauere Informationen über den Ort selber erhalten Sie von Einheimischen. Aber Vorsicht: Nicht alles darf man für bare Münze nehmen – es ranken sich viele Mythen um diesen Flecken Erde.

Die Fakten

Der geheimnisvolle Ort heißt Strnovac und liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von Skopje und 2 Kilometer südlich des Dorfes Staro Nagoricane. Von dort führt eine fast vollständig asphaltierte aber schmale Straße nach Strnovac.

 

Am Ziel angelangt, erwartet einen ein 35 bis 40 Quadratmeter großer und 1 Meter tiefer Betonpool, der von etwa 39 Grad warmem Thermalwasser durchströmt wird. Als Thermalbad würde diesen Ort wohl trotzdem niemand bezeichnen. Durch die Mineralien im Wasser gibt es sehr viele Algen, was den Einstieg etwas schwierig macht. Die Infrastruktur, falls überhaupt vorhanden, ist nicht in Schuss. Ab und an gibt es aber zumindest zwei improvisierte Cafés, die für das leibliche Wohl sorgen.

 

Die Besucher kommen hauptsächlich aus den umliegenden Dörfern und aus der nahe gelegenen Stadt Kumanovo. In seltenen Fällen aus der Hauptstadt Skopje. Ausländische Gäste verirren sich fast nie hierher, obwohl es in der näheren Umgebung einige interessante Sehenswürdigkeiten wie das Prohor Pcinjski Kloster oder die megalithische Sternwarte Kokino gibt.

Was mir die Einheimischen erzählt haben

In der Zeit des Kommunismus war hier bereits eine heiße Quelle bekannt, die von den Menschen zur Linderung körperlicher Leiden aufgesucht wurde. Man wollte das Wasser dann auch für die Landwirtschaft nutzen und führte eine Tiefenbohrung durch. Allerdings wurde dieses Projekt durch den Zerfall Jugoslawiens nie fertig umgesetzt. Es blieb die Quelle, und diese wurde weiterhin von Einheimischen zur Kur genutzt. So auch vor etwa 20 Jahren von der Frau eines Gastarbeiters aus Deutschland. Nach zwei Wochen Behandlung mit dem Heilwasser von Strnovac war die Frau wieder gesund – so die Legende. Der dankbare Ehemann ließ daraufhin den Pool errichten.

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