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Das Kunstprojekt 'Escape!' von Deborah Sengl kann im Wiener Museumsquartier besucht werden. Foto: BR | Karin Straka

Einzigartiges Projekt der österreichischen Künstlerin Deborah Sengl
Flucht erleben – in Wien

Es habe sie seit Beginn der Flüchtlingskrise 2015 verwundert und auch verärgert, dass sich mit zunehmender Zeit das Gefühl der Empathie gegenüber Geflüchteten bei vielen Menschen verflüchtigt hätte. Dem setzt die österreichische Künstlerin Deborah Sengl im Wiener Museumsquartier ein bislang einzigartiges Projekt entgegen. Unter dem Titel „Escape!“ hat sie auf 300 Quadratmetern Erlebnisräume geschaffen, die spielerisch zum Nachdenken über das Schicksal von Menschen auf der Flucht anregen sollen.

Sie verknüpft das Prinzip der Escape-Rooms, jener Rätselräume, in denen man innerhalb vorgegebener Zeit entkommen muss, mit wenigen, dafür eindrücklichen Ausstellungsstücken von Flüchtlingen. Eine Stunde dauert die Ereignisreise, in der mit akustischen und visuellen Mitteln nachzuerleben ist, wie es sich etwa in einem geschlossenen LKW-Container, mit bellenden Hunden und lauten Kommandos anfühlt. Clemens Verenkotte ist mit Deborah Sengl durch die Erlebnisräume gegangen:

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Escape!

Video: Karin Straka

Fotos und Artefakte von Flüchtlingen sind zu sehen, mit ihren eigenen Texten: Etwa ein Foto eines zugeschneiten Wohnwagens in Ungarn, in dem 20 Menschen von ihren Schleppern 20 Tage verbringen mussten. Es „fühlte sich an wie 20 Jahre“, ist zu lesen. Bis Ende 2020 können Besucher im Wiener Museumsquartier das Escape-Projekt erleben und nachspüren, wie es sich anfühlen könnte, auf der Flucht zu sein.

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Die österreichische Künstlerin Deborah Sengl möchte alle Altersgruppen mit ihrem Projekt 'Escape!' ansprechen. Foto: BR | Karin Straka
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