Google Maps-Vorschau - es werden keine Daten von Google geladen.

Sonntags wird hier kostenloses Programm für Kinder geboten. Mittels Musik-, Theater- und Bastelworkshops wird versucht, bereits die Kleinsten für das Haus und für Kultur zu begeistern. Foto: BR | Edit Inotai

Lieblingsplatz Budapest: Palast der Künste
Politik macht Kultur, oder doch umgekehrt?

Eigentlich sollte in Budapest ein neuer Stadtteil entlang der Donau entstehen, der ganz der Kultur gewidmet ist. Doch als die Fidesz-Regierung 2002 hier das neue Nationaltheater einweihte, war die Empörung groß. Das Gebäude sei hässlich, altmodisch und kitschig – so die Meinung vieler. Auch kulturaffine Persönlichkeiten, die der Fidesz nahestehen, denken so. Als Gegenreaktion wurde 2005 der „Palast der Künste“ eröffnet, in unmittelbarer Nähe zum Nationaltheater. Die beiden Gebäude könnten nicht unterschiedlicher sein: Das eine verkörpert die Vergangenheit, das andere ist zukunftsorientiert und modern.

Der Palast der Künste, oft auch nur als MÜPA bezeichnet, wirkt von außen zwar etwas eckig und vielleicht etwas fantasielos, aber im Inneren ist er eine Oase. Das Gebäude beherbergt verschiedene Ausstellungsräume, eine Konzerthalle und einen Theatersaal. Schnell ist es zu einem Lieblingsplatz für alle kulturliebenden Menschen geworden – auch Kinder gehen gerne hin. Das benachbarte Nationaltheater hingegen meiden viele Intellektuelle bis heute. Für anspruchsvolle Kulturveranstaltungen trifft sich das Budapester Publikum im Palast der Künste – auch internationale Gäste kommen gerne. An diesem Ort hat es die Kunst geschafft, die politisch tief gespaltene ungarische Gesellschaft zu vereinen.

Was Sie noch interessieren könnte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.