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Am 29.09.2019 wird in Österreich der Nationalrat gewählt. Foto: dpa

zum zweiten Mal in zwei Jahren
Österreich kurz vor der Wahl

Am Sonntag sind Österreichs Wählerinnen und Wähler gefragt: Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren geht es für sie an die Wahlurnen. Begeistert davon sind die Meisten nicht: So gibt nur ein knapp Drittel der Befragten an, sich auf die Wahlen „zu freuen“, ein Drittel blickt dem Wahlsonntag eher mit neutralen Gefühlen entgegen und 29 Prozent freuen sich nicht darauf (so eine von der Nachrichtenagentur apa verbreitete Umfrage des Meinungsforschers Peter Hajek für „ATV Aktuell“) vom Donnerstag vor der Wahl.

 

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Österreich vor der Nationalratswahl 2019

Video: Karin Straka

Kein Wunder: Das Anlass für die vorgezogenen Neuwahlen ist allen Österreicherinnen und Österreichern in absolut negativer Erinnerung: Das Ibiza-Video, das am 17. Mai am frühen Abend von „Süddeutscher Zeitung“ und „Spiegel“ online gestellt wurde, leitete den Zusammenbruch der schwarz-blauen Koalition von FPÖ und ÖVP ein.

Straches Ex-Leibwächter (1. links) soll von den Abrechnungen gewusst und belastendes Material gesammelt haben. Hier bei einer Wahlkampfveranstaltung im Mai 2019 mit Johann Gudenus und Heinz Christian Strache.Foto: picture alliance|APA|picturedesk.com
Straches Ex-Leibwächter (1. links) soll von den Abrechnungen gewusst und belastendes Material gesammelt haben. Hier bei einer Wahlkampfveranstaltung im Mai 2019 mit Johann Gudenus und Heinz Christian Strache.Foto: picture alliance|APA|picturedesk.com

Zum Schluss kam noch mal Spannung rein, in die letzten Wahlkampftage: Die Wiener Staatsanwaltschaft bestätigte, dass sie seit 18. September in der „Spesenaffäre“ ermittele, und zwar gegen den ehemaligen FPÖ-Chef und Ex-Vizekanzler Heinz Christian Strache, dessen frühere Büroleiterin und dessen Ex-Leibwächter. Sie werden verdächtigt, Rechnungen und Scheinbelege eingereicht zu haben,  die die FPÖ dazu bringen sollten, „auch private Ausgaben zu bezahlen.“ Für die Ibiza-geplagte Partei und dessen neue Führungsmannschaft um Norbert Hoferkommen die jüngsten Entwicklungen rund um ihren ehemaligen Parteichef wenige Tage vor den Nationalratswahlen zur absoluten Unzeit.

Schaut man auf die jüngsten Umfragen, so scheint es nicht viele Überraschungen nach Schließung der Wahllokale um 17 Uhr zu geben, zumindest was die Reihenfolge angeht: Ex-Kanzler Kurz mit seiner ÖVP kann mit einem Ergebnis von 33 bis 35 Prozent rechnen. Die beiden nächstgrößeren Parteien SPÖ und FPÖ kämpfen um Platz 2, den Grünen wird eine sichere Rückkehr in den Nationalrat vorhergesagt und die liberalen NEOS können mit schätzungsweise acht Prozent rechnen. – Doch was dann? Mit welcher Partei wird der vermutliche Wahlsieger Sebastian Kurz eine neue Koalition eingehen? Nach zwei politischen Scheidungen, die Kurz im Mai 2017 mit der Aufkündigung der SPÖ/ÖVP-Koalition und dem Bruch der schwarz-blauen Koalition im Mai 2019 vollzogen hat, ist das Feld potentieller Partner ein wenig ausgedünnt.

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