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Mieze und Melange im Wiener Katzencafe. Foto: BR | Johannes Reichart

Das Katzencafé in Wien
"Für mich ist es eh jeden Tag ein Weltkatzentag"

Katzenkraulen zum Kaffee – in Wiens einzigem Katzencafé teilt man sich den Raum mit fünf Tieren. Die Katzen liegen auf Decken oder Kartons und schmusen auch mal eine Runde mit den Gästen. Das liebevoll eingerichtete Café einer  japanischen Inhaberin wird besonders von Touristen und von Katzenliebhabern besucht, die zuhause kein Tier halten können. Auf der Speisekarte sind neben Katzenfutter auch Pflaster und Desinfektionsmittel für etwaige Kratzer. Ein Cafébesuch zum Weltkatzentag.

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Video: Johannes Reichart

Für mich ist es eh jeden Tag ein Weltkatzentag.

Takado Ishimitsu, Inhaberin Katzencafé Neko

Es liegt ganz unscheinbar und versteckt in einer kleinen Seitengasse der Wiener Innenstadt, das Katzencafé Neko. Beim Reingehen geht es durch zwei Türen, damit keine der fünf Katzen entwischt. Innendrin ist es im ersten Moment außerordentlich still für ein Café, Katzen sind leise Tiere, das ist Teil des Flairs. Zwischen den Tischen schleicht immer wieder eine Katze vorbei, an den Wänden sind Kisten, Balken aufgehängt, auf dem Boden kleine Häuschen und Decken: die tierischen Bewohner haben hier ihr eigenes Reich, und gesellen sich nach Belieben zu den Gästen: Moritz, Luca, Kurumi, Thomas und die schwarze Katze Sonja. Sie werden von der Inhaberin Takado Ishimitsu gehegt und gepflegt. Damit die Gäste auch den Charakter der drei Kater und zwei Katzen einschätzen können, sind alle fünf auf den Speisekarten abgelichtet, mit Hinweisen zu ihrem Charakter. Bei Sonja steht etwa „nicht für Anfänger“, die Katze hat sich auf einen Holzbalken unter der Decke zurückgezogen. Vor sieben Jahren hat Frau Ishimitsu das Café eröffnet. Die ehemalige Berufsberaterin wollte etwas speziell Japanisches starten. In ihrer Heimat gibt es viele Katzencafes, sagt sie, in Wien komme das Angebot gut an:

„Es gibt genügend Leute, die Katzen brauchen, aber keine eigene Katze halten können. Ältere Leute, die mehrere Jahrzehnte lang Katzen gehabt haben, aber sich keine neue zulegen wollen“

Wien, das steht für Kaffeehäuser, und so zieht es viele Touristen hierher, die einmal Katzenkraulen mit Kaffee wollen. Das Café hat Regeln: Essen geben ist verboten, Futter kann man bestellen und die Katzen damit herlocken. Für Kinder gibt es keine besonderen Einschränkungen, am Schwanz ziehen natürlich verboten, wer die Krallen doch einmal zu spüren bekommt, für den stehen Pflaster und Desinfektionsmittel parat.

Der internationale Tag der Katze – er spielt im Katzencafe Neko keine große Rolle. Vielleicht kommt der eine oder andere Gast mehr, ansonsten dreht sich hier eh immer alles um die schnurrenden Zeitgenossen, sagt Takado Ishimitsu zum Abschied:

„Für mich ist es eh jeden Tag ein Weltkatzentag.“

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