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Kuklica in Nordmazedonien. Foto: BR | Lyubisha Nikolovski

Lieblingsplatz in Nordmazedonien
Die versteinerten Puppen von Kuklica

Kuklice wird das außergewöhnliche Ergebnis einer Laune der Natur im Osten Nordmazedoniens, in der Nähe von Kratova, genannt. Es handelt sich um Felsformationen, die an Puppen erinnern (mazedonisch: Kukle). Daher die liebevolle Bezeichnung „Kuklice“ (Püppchen).

Es gibt 15 große und 120 kleinere dieser pyramidenähnlichen Gebilde. Sie sind ein natürliches Phänomen und das Ergebnis anhaltender Erosion des dortigen Vulkangesteins. Zehntausende Jahre schon wird dieses kompakte Gestein von Regengüssen, Hitze, Kälte und Wind zu eigenartigen Gebilden geformt, die die Illusion entstehen lassen, es handle sich um versteinerte menschliche Figuren. Wenn der Blick dann über die Anordnung dieser „Puppen“ im Gelände schweift, kommt einem unweigerlich die Legende in den Sinn, die schon seit Jahrzehnten in dieser Gegend von Generation zu Generation weitererzählt wird. Hier kennt jeder die tragische Geschichte einer unglücklichen Liebe, die sich angeblich im nahen Dorf ereignet hat.

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Videomaterial: Lyubisha Nikolovski

Videobearbeitung: Karin Straka

Die Sage

Einst lebte hier ein junger, hübscher Maurer, in den sich zwei Mädchen unsterblich verliebt hatten. Der junge Kerl war wirklich von außergewöhnlicher Schönheit, aber ebenso ein unverbesserlicher Charmeur und kokettierte schamlos mit Beiden. Die Eine war wunderschön, aber arm – die Andere weniger schön, aber reich. Es wunderte nicht, so hieß es, dass der junge Mann sich für die Reiche entschied und um ihre Hand anhielt. Wie es sich gehörte fand kurze Zeit darauf eine große Hochzeit statt. Die Hochzeitsgesellschaft traf ein, ebenso wie die Trauzeugen und die Brauteltern. Just da wurde dann der Anderen klar, dass sie von dem jungen Charmeur belogen und betrogen wurde und er den Reichtum ihrer Schönheit und Lieblichkeit vorzog. Voller Trauer und Wut hat sie die ganze Hochzeitsgesellschaft verflucht. Und in dem Moment, als der junge Maurer seine Braut küsste, versteinerten alle Anwesenden. Aber auf ihren Gesichtern blieb der glückliche Ausdruck des Augenblicks für alle Ewigkeit festgehalten. Deshalb wird dieses Naturphänomen – trotz der tragischen Geschichte – auch „die lustige Hochzeit“ genannt.

Dieses Gesteinsphänomen ist weltweit sehr selten anzutreffen, denn es müssen ganz bestimmte geologische und geomorphologische Bedingungen zusammenkommen, um solche Erosionen möglich zu machen. Das Naturschutzgebiet zieht jährlich bis zu 50.000 Besucher an. Das ist nicht besonders viel, aber da diese Naturanlage ziemlich klein und empfindlich ist, versucht die Gemeinde die Besucherzahlen im Rahmen zu halten.

 

Aber wir „Nordler“ kommen immer wieder gerne mal an diesen besonderen Ort im Osten des „Nordens“.

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