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Der slowenische Verlag „Stripburger“ macht Comic Kunst. Zeichnung von Marko Kociper

Wir hatten eine Vision.
Der slowenische Verlag „Stripburger“ macht Comic Kunst

Zu Jugoslawienzeiten war der 2018 verstorbene Miki Muster der einzige bekannte slowenische Comicautor und er zeichnete kommerziell im Stil von Walt Disney, findet Katerina Mirovic. Sie hat Stripburger mitgegründet. Ein kleiner Verlag in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana, der seit fast 30 Jahren Comics veröffentlicht. Um Autorinnen und Autoren zu finden, ist Stripburger auf Musikfestivals und viel in der alternativen Kulturszene unterwegs. Der Verlag veranstaltet auch regelmäßige Wettbewerbe an Schulen, um junge Talente zu entdecken. Strip heißt auf Slowenisch Comic und es war eine Gruppe junger Leute, die Comics als das betrachteten was sind: Kunst.

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„Der schicksalhafte Cowboy“ von Martin Ramoves.

 

Musik: Martin Ramoves Band

Comic: Martin Ramoves

Übersetzung: Stjepan Milcic

Animation: ARD Studio Wien

Wir hatten eine Vision und das war das Wichtigste. Und wir haben uns nicht darum gekümmert, was die anderen denken.

Katerina Mirovic vom slowenischen Verlag Stripburger in Ljubljana

Kein Mainstream, keine christlichen Comics, keine platten Liebesgeschichten.

Der slowenische Verlag Stripburger sucht nicht die glatte Perfektion, sondern Künstlerinnen und Künstler mit eigener Erzähl,- und Ausdruckweise. Der Eingang zum Verlag ist voll bunter Graffiti und liegt am Rand einer alternativen Anlage, mit Proberäumen und Unterkünften für Geflüchtete. Katerina Mirovic trägt ein T-Shirt mit Comicmotiv und blättert in einer Reihe von Comics vor ihr auf dem Tisch, die Stripburger verlegt hat. Darunter Kaja Avbersek, Zoran Smiljanic, Alexandar Zograf oder David Krancan.

In Jugoslawien galten Comics als Schundliteratur für Erwachsene, die sonst nicht lesen und nicht gebildet sind. Wir verlegen zeitgenössische Kunst und Comics sind ein Teil davon. Wir machen keine kommerziellen, sondern nur Autorencomics.

Katerina Mirovic vom slowenischen Verlag Stripburger in Ljubljana

Die slowenische Comicszene ist klein und viele Künstlerinnen und Künstler brauchen mehrere Standbeine. Viele machen auch Filme oder Design. Stripburger hat sein Programm deswegen auf Ost,- und Südosteuropa ausgeweitet und es entstanden zwei dicke Bände über Künstlerinnen und Künstler aus Kroatien, Serbien, der Ukraine oder Albanien. Darin sind unter anderem der ukrainische Zeichner Igor Baranko oder der Albaner Shpend Bengu zu finden, der in Ljubljana bereits ausgestellt hat. Ihn aufzuspüren  war besonders schwierig und er war sehr überrascht, dass es gelungen ist, erzählt Katerina Mirovic. Das Verlagsteam suche aber Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt, wenn sie ins Programm passen. Etwa auch aus Portugal.

Die hellen Holzregale des Verlagsbüros reichen bis unter die Decke des hohen Altbaus und sind voller Bücher. Was die Themen angeht, sind im Comic keine Grenzen gesetzt und auch in den Stripburger Comics geht es von Krieg über Umweltverschmutzung, Phantasie,- oder Alltagsgeschichten. Auch Kontakte zu Schulbüchereien, Bibliotheken, Musikern und Galerien werden gepflegt.

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