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Seit 1986 integriert Hermann Nitsch das Malhemd in seine Werke. Foto: BR | Kristina Kotter

Farbe als Verweis auf das Kultische
„Nitsch. Räume aus Farbe“ in der Wiener Albertina

Zum ersten Mal konzentriert sich eine Ausstellung nur auf die Malerei von Hermann Nitsch, dem Altmeister des Wiener Aktionismus. Die Vielfalt an Farben und Techniken überrascht. Eine gelungene Inszenierung, findet auch der Künstler. „Nitsch. Räume aus Farbe“ ist bis zum 11. August in der Wiener Albertina zu sehen.

Pluralität, Mannigfaltigkeit, Malen als Prozess

Für Hermann Nitsch ist die Malerei eine der ersten Disziplinen seines künstlerischen Gesamtkonzepts des Orgien Mysterien Theaters. Und er hat sie seit 1962 konsequent weitergedacht und entwickelt, sagt der Direktor der Albertina, Klaus Albrecht Schröder:

 

„Es gibt viel mehr als ein rotes Schüttbild, es gibt viel mehr als nur Auferstehungsbilder, es gibt das schwarz der Kreuzigungszyklen, es gibt das bunte Leben seiner Kathedrale der Farben. Ich glaube, dass dieser mikroskopische Blick, das Gesamtwerk sogar besser verstehen lässt.“

1989 sind die Bilder noch sehr dünnflüssig. Bis 1995 erleben wir dann eine Steigerung bis hin zu pastosen Bilder, bei denen die Farbe fast klumpenartig aufgebracht oder mit den Händen einmassiert wird.

Elsy Lahner, Kuratorin

Das Malhemd als Bestandteil der Aktion

Die körperliche Aktion ist in Nitsches Malerei nicht wegzudenken. Dazu gehört auch das Malhemd, das er ab 1986 in seine Werke integrierte. Auf andere Relikte wird in der Ausstellung bewusst verzichtet, betont Kuratorin Elsy Lahner. Durchaus gelungen ist der Quervereis auf das künstlerische Gesamtkonzept von Nitsch. Und zwar auf seine sakrale Orgelmusik. Geht man durch die Ausstellung hört man im Hintergrund seine Kompositionen. Nitsch sagt zum Konzept der Albertina:

 

„Jetzt hört man die Musik und sieht die Malerei und siehe da, es passt zusammen.“

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