Schmiedeeisernes Zunftzeichen an McDonalds Filiale in der Getreidegasse in Salzburg. Foto vom 30. März 2014. Foto: picture-alliance

McDonald´s Filialen werden zu Anlaufstellen für US-Bürger in Not
McPass statt Big Mac in Österreich?

Keine gratis Burger, aber einen heißen Draht zur US-Botschaft, den gibt es ab morgen (15. Mai) in allen österreichischen McDonald´s Restaurants. Die Mitarbeiter sind verpflichtet, für alle US-Amerikaner in Not den Kontakt zur Auslandsvertretung herzustellen – und zwar über eine 24-Stunden-Hotline.

Notpässe gibt es auch weiterhin nicht bei McDonald´s

Die Hilfsleistungen sind beschränkt und gelten nicht für schwere, konsularische Fälle. Das heißt, Notpässe oder Visa können auch weiterhin nicht via Fast-Food Schalter beantragt werden. Allerdings können über die Hotline sehr wohl gestohlene Dokumente ebenso wie verloren gegangenes Gepäck gemeldet werden und zwar rund um die Uhr. Dies erklärte die US-Botschaft in Wien in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber dem ARD-Studio Wien.

Wir verstehen uns als Unterstützer, als eine Art Telefonzentrale.

McDonald´s Österreich

Die Anfrage zu dieser ungewöhnlichen Kooperation kam vom US-Botschafter in Österreich, Trevor D. Traina, selbst. Das hat der Sprecher von McDonalds Österreich dem ARD-Studio Wien auf Anfrage bestätigt. Man sei zwar überrascht gewesen, habe aber schnell zugestimmt. Mit 194 Filialen gebe es in Österreich verhältnismäßig viele Niederlassungen. Außerdem sei die Marke bei US-Reisenden eben sehr bekannt.

Einen sichtbaren Hinweis auf die Kooperation mit den Filialen gibt es nicht

Die Infos zu der Kooperation bekommen US-Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite des US-Außenministeriums. Auch bleiben die Filialen österreichisches Hoheitsgebiet. In der Praxis sieht das Ganze so aus, dass es in jeder McDonald´s Niederlassung eine Liste mit Notrufnummern gibt, auf der jetzt eben auch die der US-Botschaft zu finden ist. Ob man durchkommt, dafür gibt es jedoch keine Garantie.

Die Stellungnahme der US-Botschaft im Wortlaut

The United States Embassy in Austria and McDonald’s Austria are happy to announce a new partnership to help aid U.S. Citizen travelers in distress when traveling in Austria. Through the program, U.S. Citizens in distress can enter any McDonald’s in Austria and be provided with a safe space and a way to contact the U.S. Embassy for consular services, such as to report a lost or stolen passport, or to seek travel assistance. Nearly 800,000 U.S. Citizens traveled to Austria last year, and we hope that the program will make their visits as easy as possible, even in the rare cases when travelers need Embassy help.

The most common scenarios where this program could prove useful is if a U.S. Citizen leaves their bag on a bus or train with all of their belongings in it and therefore has no way to contact the U.S. Embassy to report a lost or stolen passport, or they get separated from an organized tour and need to make contact without having a local means of communication.  To a certain extent, we are formalizing something that McDonald’s would most likely do anyway as part of their commitment to fast and friendly customer service.

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