ORF-Moderator Armin Wolf im ARD-Interview. Foto: BR | Videostandbild

ARD-Interview mit ORF-Moderator Armin Wolf
„Die FPÖ hat den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zum Hauptgegner erkoren…“

Österreichs Medien nennen es inzwischen einen „ORF-Krieg“ (so die Boulevardzeitung „Österreich“), den die Regierungspartei FPÖ gegen den öffentlich-rechtlichen Sender führt. Drohungen vor laufender Kamera gegen ORF-Moderator Armin Wolf, Beschimpfungen in den sozialen Netzwerken, offener Dissens zwischen Kanzler Kurz und seinem Vize, FPÖ-Chef Strache auf gemeinsamen Regierungs-Pressekonferenzen über die Rolle von Medien und dem ORF – es stand schon einmal deutlich besser um Österreichs Pressefreiheit bestellt als dieser Tage.

Erhebliche Vorwürfe

„ZIB 2“-Anchorman Armin Wolf hat es dieser Tage zu spüren bekommen. Sein journalistisch engagiert wie hartnäckig durchgeführtes Interview mit FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky hatte zunächst vor allem auch in den Social Media zu einem sog. „Shitstorm“ von FPÖ-Anhängern gegen Wolf geführt, mit erheblichen Vorwürfen gegen den ORF bis hin zur Forderung, Wolf als ZIB2-Moderator raus zu schmeißen. Als unmittelbare Reaktion darauf aber schwappte eine Welle an Solidaritätsbekundungen für Wolf und den ORF aus dem gesamten deutschsprachigen Raum nach Österreich.

 

Wie er die vergangenen Tage erlebt hat und wie er die aktuelle Situation hinsichtlich der Pressefreiheit in Österreich einschätzt, das hat Armin Wolf dem ARD-Studio Wien in einem Interview geschildert.

Armin Wolf im ARD-Interview (30.04.2019)

Interview: Michael Mandlik

Kamera: Markus Breiner

Ton: Florian Lachinger

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Kommentare (1)

Hinteregger Lois am

Ich finde die ARD und das ZDF sollen sich da raushalten. Ansager Wolf glaubt über die Mattscheibe Politik machen zu müssen um dann wie viele seiner früheren ORF-Kollegen in die Politik zu wechseln.
Auch beim ZDF gibt es einen Teleprompterableser der 600.000,- € Gebührengelder jedes Jahr erhalten soll und auch versucht eine bestimmte Meinung zu verkünden.
Nachrichten heißt berichten und nicht verkünden oder moderieren. Wer kommentieren will, soll das kurz machen und nicht lang und das kennzeichnen.
Euer Studioleiter, früher in Rom und beim Papst macht seine Arbeit bisher geräuschlos.
Wir beobachten den ORF über 3 SAT in HD und in SD über DVB-T2 ausführlich.

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