SPÖ-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner Foto: picture alliance/APA/picturedesk.com

ARD-Exklusiv-Interview mit SPÖ-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner
EU-Wahlkampf als Bewährungsprobe

Pamela Rendi-Wagner

Autor: Michael Mandlik

Kamera/Schnitt: Vera Gasber

Nach dem einigermaßen konfusen Abgang ihres Vorgängers im Amt des Bundes-Parteivorsitzenden der österreichischen Sozialdemokraten, Christian Kern, hat sie nun das Steuerruder der Partei in ihren Händen. Seit 24.November 2018 ist Joy Pamela Rendi-Wagner die erste Frau an der Spitze der SPÖ. Bereits ein Jahr zuvor war die Ärztin im März noch während der vorangegangenen Legislaturperiode in der damaligen SPÖ-ÖVP-Koalition zur Bundesministerin für Gesundheit und Frauen ernannt worden. Dabei war sie erst kurz davor der SPÖ beigetreten.

Erhebliche Risiken

Was nach Blitzkarriere aussieht, erscheint allerdings auch – zumindest parteiintern – mit  erheblichen Risiken behaftet. Für Rendi-Wagner war es in der schon notorisch in einen links-liberalen und einen rechten Flügel zerstrittenen SPÖ nicht einfach, sich als neue Chefin zu positionieren. Während die einen ihr wegen ihrer kurzen Parteizugehörigkeit „fehlenden Stallgeruch“ attestieren, ist sie anderen ländlich-strukturkonservativen SPÖ-Kreisen zu städtisch, zu weltoffen.

Wegweiser gesetzt

Wie auch immer: Rendi-Wagner wird im nun angelaufenen Europa-Wahlkampf ihr Profil als durchsetzungsstarke und nicht zuletzt auch visionäre sozialdemokratische Parteichefin schärfen müssen. Vielleicht ist das dann auch die endgültige Bewährungsprobe. Mit ihrer vehementen Kritik an der Sozialpolitik der türkis-blauen Bundesregierung wie vor allem auch mit ihrer Warnung vor einem aufkeimenden Rechtsextremismus in ganz Europa hat sie jedenfalls gleich zu Beginn des SPÖ-EU-Wahlkampfes Wegweiser gesetzt – so auch im Exklusiv-Interview mit dem ARD-Studio Wien.

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