Joggen auf dem Zentralfriedhof in Wien. Foto: BR | Till Rüger

Streit um Jogging-Strecke in Wien
Fitness auf dem Friedhof?

Auf dem Wiener Zentralfriedhof gibt es ab sofort zwei ausgeschilderte Laufstrecken. Jogger sollen dadurch sanft darauf hingewiesen werden, wo das Sporteln eher erwünscht ist und wo weniger, sagt Renate Niklas, Geschäftsführerin der Friedhöfe Wien. Laufen abseits der offiziellen Pfade bleibt aber weiterhin erlaubt: „Gelaufen wird jetzt schon am Zentralfriedhof – und zwar täglich und viel“. Nun habe man sich entschieden, mit GPS-vermessenen und beschilderten Routen einen neuen Service zu bieten. Damit wolle man freilich auch signalisieren, „wo wir gerne hätten, dass gelaufen wird“ bzw. darauf verweisen“, dass es in diesem Areal sehr willkommen ist, auf anderen Teilen aber vielleicht nicht so sehr“. Doch das gefällt nicht allen Wienerinnen und Wienern.

"Silent Run" entlang von Grabsteinen

Kamera: Markus Groß

Schnitt: Roland Buzzi

Autor:  Till Rüger

Gestartet wird der „Silent Run“ jeweils beim Tor 2. Der kürzere, zwei Kilometer lange Weg führt zuerst durch die breite Allee zur Präsidentengruft. Danach umrundet man entlang der Arkaden die Karl-Borromäus-Kirche und läuft zurück zum Ausgangspunkt. Weitaus tiefer hinein in das grüne Friedhofsareal geht es auf der fünf Kilometer langen Route 2. Dort wird u.a. das älteste Einzelgrab, das mit 1874 datiert ist, passiert. Viel bergauf und bergab geht es auf beiden Strecken nicht. Jeweils fünf Höhenmeter müssen überwunden werden. Offiziell eröffnet wird das neue Angebot erst am 25. Mai – dafür dann aber mit einem eigenen Charity-Fest inklusive Laufveranstaltungen.

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