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Die spektakulären Felsen von Belogradtschik wurden 2007 als ‚Neues Weltwunder der Natur‘ nominiert. Die Wahl fiel 2011 letztendlich doch nicht auf sie, was jedoch nichts an der Faszination dieses Naturwunders ändert. Foto: BR | Ekaterina Popova

Lieblingsplatz in Bulgarien
Die Felsen von Belogradtschik

Die Natur ist der beste Maler. Ein Beweis dafür ragt in Nordwestbulgarien empor – der ärmsten und fast menschenleersten Ecke der EU. Seit Jahrhunderten inspirieren die einmaligen Felsen von Belogradtschik die menschliche Phantasie, die die verschiedensten Figuren in ihnen sieht und sie auf eigenartige Namen tauft.

 

Die touristisch kaum nennenswerte Siedlung Belogradtschik wurde weithin bekannt, als ihre spektakulären Felsen 2007 als „Neues Weltwunder der Natur“ nominiert wurden. 6,5 Millionen Menschen aus der ganzen Welt haben für sie ihre Stimme abgegeben. Die Wahl fiel 2011 letztendlich doch nicht auf die „Belogradchik Rocks“, was jedoch nichts an der Faszination dieses Naturwunders ändert.

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Videomaterial: Ekaterina Popova

Videobearbeitung: Karin Straka

Die Felsformationen erstrecken sich auf einer Fläche von etwa 100 Quadratkilometern – vom Dorf Rabischa im Westen bis zum Dorf Belotinzi im Osten. Einige der Felsen sind bis zu 200 Meter hoch.

 

Die imposanten Sandsteinformationen umgeben Belogradtschik auf drei Seiten mit gewaltigen Türmen, Pfeilern und Felsnadeln. Vor 230 Millionen Jahren wuchsen sie auf dem Grund eines Meeres, welches im Zuge der Auffaltung des Balkangebirges austrocknete und so die durch Eisenoxid rosa gefärbten Steinformationen zutage treten ließ. Unter dem Einfluss von Luft, Sonne und der natürlichen Elemente haben sie bizarre Formen angenommen. So sind die Figuren des Reiters, der Madonna, des Derwisches, der Schülerin, des Hirten, des Elefanten, der Pilze, des Kuckucks und viele weitere entstanden. In den Felsen verbergen sich außerdem über 100 Höhlen.

Die Festung „Kaleto“

Inmitten der berühmten Felsen von Belogradtschik schmiegt sich die spektakuläre Festung „Kaleto“ in die steilen Klippen. Sie gehört zu den besterhaltenen Bollwerken in Bulgarien. Sie wurde im 1.-3. Jahrhundert von den Römern zum Schutz der Handelswege von der Donau in die römische Provinz Thrakien gebaut. Die Römer wussten den natürlichen Schutz der Felsen zu nutzen. Die Festung besteht aus drei separaten Innenhöfen, mit einer Gesamtfläche von 10.210 Quadratmetern, und einer Wehranlage. Noch heute sieht man an den Festungsmauern Schießscharten für die Gewehre und drei Bastionen und Scharten für die Kanonen.

Im 14. Jahrhundert wurde die Festung vom bulgarischen Zaren Iwan Srazimir als Sommerresidenz genutzt. Er liebte es angeblich, sich in der Kühle der Felsen auszuruhen und die schönen steinernen Silhouetten zu betrachten.

 

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Festung von Byzantinern, Bulgaren und Türken oftmals zerstört, jedoch immer wieder aufgebaut. Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt sie 1850 unter der Herrschaft des türkischen Sultans Abdülmecit I. 35 Jahre später, im Zuge des serbisch-bulgarischen Krieges wurde die Festung das letzte Mal zu Verteidigungszwecken genutzt. 1965 wurde sie zum Architekturdenkmal ernannt.

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