Am Ende entsteht eine einzigartige Schneekugel. Foto: BR | Vera Gasber

Weiße Weihnachten garantiert
Ein Besuch im Wiener Schneekugelmuseum

Unscheinbar. Das ist das Erste, was auffällt: In diesem Haus im 17. Wiener Gemeindebezirk gibt es keine große Reklame, keine Banner. Nur ein weißes Schild mit schwarzer Schrift: „Original Wiener Schneekugelmanufaktur.“ Hinter dem Eisentor befinden sich mehrere Häuser und Höfe, die Werkstatt und das Schneekugelmuseum. Weltweit gibt es noch ein zweites Museum in Tokio, doch erfunden wurde die Schneekugel hier in Wien.

Wiener Schneekugelmanufaktur - Wo die Schneekugel erfunden wurde

Video: Vera Gasber

Das Haus ist alt. Seit Vier Generationen stellt die Familie Perzy Schneekugel inmitten von Wien her. Angefangen hat es mit dem Urgroßvater von Sabine Perzy II: Erwin Perzy I war Chirurgieinstrumentenmechaniker. Eigentlich experimentierte er mit einem Licht. Es sollte heller werden. Dabei verwendete er eine Schusterkugel mit einem rohrförmigen Ende. Sie war mit Wasser gefüllt und wirkte deshalb wie eine Lupe. Er füllte unterschiedliche Stoffe hinein. Der Plan: Diese Teilchen sollten das Licht reflektieren. Doch Gries sank sehr langsam und schwebend zu Boden. Es erinnerte ihn an Schnee. Er gab ein kleines Modell der Wallfahrtskirche Mariazell hinein. Das war die erste Schneekugel.

Schneekugeln für die Welt der Stars

Video: Vera Gasber

Die Schneekugelmanufaktur ist ein Familienbetrieb: Enkel Erwin Perzy III leitet noch die Firma. Seine Tochter Sabine ist „Thronfolgerin im Schneekönigreich“. Sie ist wie er gelernte Werkzeugbauerin und managt mittlerweile die Firma. Er kümmert sich ums Technische und Kreative.

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