Lokale in der ‚Kaffee- und Rakija-Straße‘ in Prishtina. Foto: BR | Dardan Sadriu

Lieblingsplatz in Prishtina
‚Die Kaffee- und Rakija-Straße‘

Eine der kürzesten Straßen in Prishtina ist die „2. Juli Straße“. Dieses Datum hat historische Bedeutung für den Kosovo. Am 02. Juli 1990 hat sich der Kosovo einseitig unabhängig von Serbien erklärt und damit auf institutioneller Ebene den ersten Schritt in Richtung tatsächliche Unabhängigkeit gemacht.

 

Die Straße ist aber nicht aufgrund ihres Namens berühmt, sondern weil sie ein beliebter Treffpunkt ist. Trotz ihrer Kürze weist sie eine hohe Lokaldichte auf, und ist deshalb bei den Einheimischen als „Kaffee- und Rakija-Straße“ bekannt. Es gibt etwa 10 Kebablokale, mehrere Bars und Burgerläden hier. Die Einwohner Prishtinas schätzen die vibrierende Atmosphäre und legen an den Nachmittagen gerne einen Zwischenstopp in dieser Straße ein. Im Sommer erfreuen sich die Terrassen der Lokale großer Beliebtheit.

Eine ungeschriebene Regel dieser Straße lautet „nicht auf leeren Bauch“ zu trinken. Man kommt hierher nicht für ein Getränk oder einen Snack, sondern um sich zu einem ausgiebigen Gelage mit Freunden, Geschäftspartnern oder der Familie zu treffen.

 

Das Kebablokal „Te Martini“ ist das älteste Lokal der Straße – es existiert seit 1995. Inhaber ist der 65-jährige Martini, der seine Gäste immer mit einem Lächeln begrüßt. Er bereitet die lokale Spezialität „Pleskavica“, bestehend aus frischem Hackfleisch gemischt mit Zwiebeln, selbst zu. Die weiteren Zutaten dieser Speise verrät er allerdings nicht. Leckeres Kebab, Würstchen und frische Salate stehen ebenfalls auf der Speisekarte. Im Winter serviert Martini auch hausgemachtes Sauerkraut.

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