Glücklich ist, wer sein Auto freischaufeln kann. Foto: BR | Jan Heier

Heftiger Schneefall in weiten Teilen Österreichs
Wie ist die aktuelle Lage?

Knapp eine Woche nach dem unerwartet starken Wintereinbruch in Österreich schneit es in mehreren Landesteilen wieder heftig weiter. Vom Bregenzerwald in Vorarlberg bis in die Steiermark soll bis Donnerstag noch mindestens ein Meter Neuschnee fallen. Die Lawinengefahr bleibt weiter sehr hoch. In Teilen von Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und in der Steiermark gilt inzwischen Alarmstufe 5, das ist die höchste Warnstufe auf der Skala. Immer wieder fällt auch der Strom aus. Allein im Bundesland Salzburg waren am Mittwochvormittag weiter rund 350 Haushalte betroffen. Manche haben schon seit vier Tagen keinen Strom mehr. In Lawinengebieten können die Leitungen aber wegen der drohenden Gefahr nicht immer repariert werden. Viele Straßen sind weiter gesperrt und es wird teilweise immer schwieriger, Umleitungen zu finden und Menschen sind in Ortschaften abgeschnitten oder nur sehr schwer erreichbar. In der Steiermark betrifft das etwa 2250 Menschen. Feuerwehr, Bundesheer oder Bergretter haben also keine Verschnaufpause und sind seit Tagen im Einsatz. In Tirol schneite es am Mittwoch vor allem in den Gegenden um Kitzbühel und Kufstein. Der Autoclub ÖAMTC appellierte unterdessen erneut an Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer, die Straßensperren nicht zu missachten. Diese würden trotzdem wieder umgangen. Das sei nicht nur unvernünftig und gefährlich, sondern auch strafbar, betonte der ÖAMTC. Auch Vertreter der Alpinpolizei betonten zum wiederholten Mal, wie gefährlich es für Wintersportler oder Tourengeher abseits von Pisten sei. Unterdessen mussten immer mehr Skigebiete ganz oder teilweise gesperrt werden. Etwa im Süden von Oberösterreich, Vorarlberg oder Niederösterreich. Auf noch befahrbaren Pisten kam es zu Zwischenfällen. Rund 30 Wintersportler saßen eine Stunde lang auf einem Sessellift fest, der auf der obersteirischen Reiteralm im Bezirk Liezen betrieben wird. Laut Bundesheer dürfte ein umgestürzter Baum die Ursache gewesen sein. Alle wurden unverletzt gerettet. Auch Langlaufloipen und Wanderwege sind gesperrt. Viele Schulskikurse wurden inzwischen abgesagt. In der Steiermark ereignete sich am Dienstag ein tödlicher Unfall. Ein 62 Jahre alter Lehrer kam vor den Augen seiner Schüler ums Leben. Er war mit der Gruppe auf der Mariazeller Bürgeralpe unterwegs, verlor einen Ski und stürzte hinter dem Pistenbereich einen Steilhang hinunter. Bis Freitagmorgen soll es in Vorarlberg, Nordtirol, Salzburg, der Obersteiermark und in den Alpen Ober- und Niederösterreichs weiterschneien.

Die Lage in Filzmoos im Bundesland Salzburg

Video/Schnitt: Jan Heier

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