Parlamentspalast Rumänien, Bukarest. Foto: BR | Till Rüger

EU-Ratsvorsitz: Rumänien
Einblicke in den Parlaments-Palast

Er dient als Veranstaltungsort für viele Sitzungen und Treffen der EU während der EU-Ratspräsidentschaft Rumäniens, der Parlaments-Palast in Bukarest. Und er ist -nach dem Pentagon in den USA- das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt. Der Palast wurde einst als „Haus des Volkes“ (Casa Poporului) benannt und auf Wunsch des damaligen rumänischen Diktators, Nicolae Ceausescu gebaut.

Über 20.000 Arbeiter und 700 Architekten waren notwendig, um das Gebäude zu errichten. Es hat 12 Stockwerke, eine 106 m lange Lobby und vier weitere Stockwerke unter der Erdoberfläche, darunter auch ein enorm großen Atombunker. Die Kronleuchter haben zum Teil mehr als 7.000 Glühbirnen. Dem gigantischen Vorhaben mussten Ende der 1970er-Jahre Wohnblöcke mit circa 40.000 Wohnungen, über 20 Kirchen und drei Synagogen weichen. Als der Bau im Jahre 1984 begann, war das Gebäude Hauptquartier der kommunistischen Regierung.

Das Bauwerk entstand exklusiv mit Materialien aus Rumänien. Die Arbeiter, die eingesetzt wurden, waren die Besten des Landes, denn Diktator Ceausescu war mehr als größenwahnsinnig. Die Baukosten beliefen sich auf über 3 Milliarden Euro. ARD-Korrespondent Till Rüger hat zum Beginn der EU-Ratspräsidentschaft einen Rundgang durch die Hallen und Gänge unternommen und analysiert was es an Probleme mit Korruptionsbekämpfung und Rechtsstaatlichkeit während der EU-Ratspräsidentschaft Rumäniens geben könnte.

Das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt

Kamera: Daniel Dzyak

Schnitt: Christin Dériaz

Autor: Till Rüger

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