Steiermark im Januar 2019, Clemens Verenkotte unterwegs mit Alexander Podesser, Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in der Steiermark Foto: BR | Clemens Verenkotte

Heftiger Schneefall
Mit dem Lawinenwarndienst in der Steiermark

Über 50 bis 80 Zentimeter Neuschnee pro Tag, heftiger Nordwind und landesweit sagen die Meteorologen für das Wochenende weitere starke Schneefälle voraus: Für Alexander Podesser, Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in der Steiermark, beginnt nun die Hochsaison. Zusammen mit den lokalen Lawinenwarn-Kommissionen müssen er und seine Kollegen die jeweiligen Gefahrenwarnungen herausgeben. Wir haben mit Alexander Podesser bei seinem Einsatz in den Wildalpen gesprochen.

Wir schauen uns die kritischen Stellen an

Alexander Podesser, Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in der Steiermark

Video: Clemens Verenkotte

Eine tief verschneite Zufahrtsstrasse zwischen Wildalpen und dem Nachbardorf Hinterwildalpen. Alexander Podesser und seine Mitarbeiter schauen die steilen Berghänge empor, die die einzige Verkehrsverbindung zwischen den beiden Dörfern umgeben. Mit Schaufel und mobiler Messlatte steigen die Meteorologen einige Dutzend Meter den Hang auf, stechen ein kleines Quadrat aus, um die Schneeschichten zu untersuchen: Unten der feste Altschnee vom Dezember, auf dem jetzt rund ein Meter leichter Neuschnee liegt. Eine gefährliche Konstellation.

15 Minuten hat man Zeit, dann ist man meistens tot in einer Lawine

Alexander Podesser, Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in der Steiermark über Lawinengefahren.

 

Video: Clemens Verenkotte

Der Schneefall ist zu dicht, als dass die Hubschrauber der Lawinenexperten aufsteigen könnten. Für die Steiermark gibt Podesser an diesem Freitag die Lawinenwarnstufe 4 aus, eine unter der höchsten Warnstufe 5. Tourengehern, wie Skifahrern, rät Podesser eindringlich, auf keinen Fall von den regulären Routen und Pisten abzuweichen. Falls Menschen von Lawinen verschüttet würden, hätten die Retter im Durchschnitt nur 15 Minuten Zeit, um die Opfer zu bergen.

So können Verschüttete geborgen werden

Alexander Podesser, Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in der Steiermark über Lawinenopfer.

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