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Eines der seltenen nichtrenovierten und eines der unauffälligsten Häuser überhaupt am Kosancic-Platz ist das Haus in dem die Szenen des serbisch-jugoslawischen Kultfilms „Die Marathonläufer“ (Maratonci trce pocasni krug) gedreht wurden. Die Szenerie dieses Platzes diente auch als Drehort für zahlreiche andere Filme wie z.B. „Underground“ von Emir Kusturica oder Fernsehserien wie „Otpisani“, die fast im ganzen ex-jugoslawischen Raum sehr bekannt waren oder noch immer sind. Foto: BR | Zoran Ikonic

Lieblingsplatz in Belgrad: Kosancic-Platz
Historisches Stadtviertel erstrahlt in neuem Glanz

Der älteste Stadtteil Belgrads liegt außerhalb der Belgrader Kalemegdan-Festung, die den historischen Kern der serbischen Hauptstadt bildet. Er umfasst einige kleine Straßen zwischen der Festung, dem Hang zum Fluss Save und der Branko-Brücke, und ist daher kein „Platz“ im wörtlichen Sinne. Touristen verirren sich eher selten in diese Gegend. Einer der Gründe dafür sind sicherlich die engen und gepflasterten Gassen des Stadtteils, die zu schmal für die offenen Doppeldecker-Busse der Besichtigungstouren sind. Ein für das Ausbleiben der Touristen noch wahrscheinlicherer Grund ist die Tatsache, dass es hier kaum schicke Kaffeehäuser oder Lokale für die feierfreudige Klub-Party-Szene gibt.

Erst seit Spaziergänge zu Fuß durch Belgrad an Beliebtheit gewonnen haben, ist auch der Kosancic-Platz in das touristische Angebot aufgenommen worden, was viele Belgrader bedauern. Das Bild des Stadtteils wurde durch die Renovierung der Fassaden und die Erneuerung des Kopfsteinpflasters erst dieses Jahr deutlich aufgepeppt. Das macht ihn für Touristen wesentlich attraktiver als zuvor. Doch für viele Belgrader, die den früher ein wenig heruntergekommenen Stadtteil mochten, hat er durch die Renovierung etwas von seinem alten Charme verloren.

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