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Das Schulflugzeug ‚Fizir FN‘ aus dem Jahr 1929 – das erste Serienflugzeug aus jugoslawischer Produktion. Foto: BR | Dejan Stefanovic

Lieblingsplatz: Luftfahrtmuseum in Belgrad
Flug durch die Geschichte

Wer auf dem internationalen Flughafen „Nikola Tesla“ in Belgrad landet fragt sich in der Regel als erstes, wozu das unweit vom Flughafen gelegene, merkwürdige, einem riesigen Pilz oder gar UFO ähnelnde Bauwerk dient. Abheben tut´s nicht, hat aber wohl etwas mit dem Fliegen zu tun: es handelt sich um das Luftfahrtmuseum Belgrad, in dem die über 100 Jahre lange Geschichte der Militär- und Zivilluftfahrt Jugoslawiens und Serbiens erzählt wird.

Das 1957 gegründete Museum war ursprünglich auf dem Gelände des alten Belgrader Flughafens untergebracht. Es vergingen noch viele Jahre bis die immer größere Sammlung ein passendes Zuhause fand. Obwohl der Bau des modernen, monumentalen Gebäudes 1975 begann und etwa 2-3 Jahre dauern sollte, wurde das Gebäude wegen zahlreicher technischer und finanzieller Probleme erst 14 Jahre später, 1989, fertiggestellt. Die „Goldene Zeit“ währte nicht lange, der Zerfall Jugoslawiens verursachte eine Reihe von organisatorischen und finanziellen Problemen, mit denen das Museum noch bis heute kämpft.

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Im Luftfahrtmuseum Belgrad

Videomaterial: Zoran Ikonic

Videobearbeitung: Karin Straka

Was das Museum zu den meistbesuchten in der serbischen Hauptstadt und nach Meinung von Fachkreisen zu den besten in Europa und darüber hinaus macht, sind der große Wert und die Vielfalt seiner Exponate – originaler Luftfahrzeuge, Flugzeugmotoren, Bewaffnungen, Modelle und Dokumente über die Entwicklung der jugoslawischen sowie internationalen Luftfahrt im 20. Jahrhundert. Den größten Wert der Kollektion stellt die Sammlung der Jäger und Jagdbomber des 2. Weltkriegs dar, die sowohl an der Seite der Alliierten als auch der Achsenmächte geflogen sind. Solche Ausstellungsstücke sind fast nirgendwo sonst unter einem Museumsdach zu finden. Ein Teil der Ausstellung ist dem Krieg im Kosovo bzw. dem NATO-Angriff auf Jugoslawien gewidmet. Seit November können interessierte Besucher selbst ans Flugruder, aber nur im echten Flugsimulator einer Boeing 737-Passagiermaschine.

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Kommentare (1)

Andreas Schmidt am

Was fehlt ist der Hinweis auf ein Exponat in diesem Museum, das die militärische Luftfahrt-Welt verändert hat. Reste einer F-117A Nighthawk die am 27. März 1999 von den Serben mit einer „antiken“ SAM-3 Goa abgeschossen haben. Seitdem sind mindestens alle russischen Raketensysteme in der Lage, Stealth-Flugzeuge zu zerstören. Der Mythos dieser „unsichtbaren Flugzeuge“ ist Schnee von gestern und heutige Luftabwehr-Systeme wie die aktuellen S-300/400 knacken Stealth, auch wenn die Entwicklung nicht stehengeblieben ist… auf beiden Seiten.

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