Außenansicht des Brunnenhauses 'Nymphäum Omega' von Ernst Fuchs. Foto: BR | Till Rüger

Lieblingsplatz: Wiener Phantastischer Realismus
Brunnenhaus 'Nymphäum Omega' von Ernst Fuchs

Das ganz mit Tiffany-Glasmosaiken verzierte Brunnenhaus versteckt sich im Park der Otto-Wagner-Villa im 14. Wiener Gemeindebezirk. Ernst Fuchs hat das Gebäude, den Park und das „Nymphäum Omega“ mit dem vorgelagerten Moses-Brunnen noch zu Lebzeiten gestaltet. Es ist eine Gesamtkomposition, für die man sich Zeit nehmen muss, um ihre Spiritualität zu erspüren, denn der Phantastische Realismus Wiener Prägung ist nicht jedermanns Sache.

Ernst Fuchs (* 13. Februar 1930 in Wien; † 9. November 2015 ebenda) sah sich selbst vor allem als Visionär. Er war Maler, Grafiker, Bildhauer, Bühnenbildner, Komponist, Autor und Philosoph in einem und gilt als ein Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Das Brunnenhaus „Nymphäum Omega“ schuf er von 1992 bis 1996. Im Inneren erinnert es an einen Tempel aus vorchristlicher Zeit: Mit goldbeflügelten Figuren und bunten gläsernen Lichtblicken (Adresse: Hüttelbergstraße 26 im 14. Wiener Bezirk Penzing). Für mich war es auch eine Begegnung mit der Vergangenheit. Denn 2012 durfte ich eines der letzten Interviews mit dem Künstler Ernst Fuchs führen. Ich traf ihn damals eher zufällig im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums, als er die durch ein Gerüst zugänglich gemachten Wandmalereien von Gustav Klimt bewunderte.

Ernst Fuchs über Gustav Klimt

Interview mit Ernst Fuchs, 2012

Kamera: Alex Goldgraber

Schnitt: Christine Dériaz

Interview: Till Rüger

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