Foto: picture alliance | Ulrich Baumgarten

EU-Verkehrsminister in Graz
Mehr Zeit für die Zeitumstellung

So schnell, wie sich dies EU-Kommissionspräsident Jean Claude Junker gedacht hat, wird es dann doch nicht umgesetzt: Bis April 2019 wollte Junker die EU-Mitgliedsländer dazu gebracht haben, das Ende der Zeitumstellung in der Europäischen Union einzuläuten. Schließlich hätten ja in der Online-Befragung vom Sommer über 80 Prozent der 4,3 Millionen EU-Bürger (überwiegend Bundesbürger), die an der Umfrage teilgenommen hätten, dafür gestimmt, mit dem ständigen, halbjährlichen Zeitumstellen Schluss zu machen. In Graz trafen sich nun die EU-Verkehrsminister mit der zuständigen EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc und stellten gemeinsam fest: Man brauche mehr Zeit für das Ende der Zeitumstellung.

Lade Inhalte

Lade Inhalte Lade Inhalte
0:00 | 0:00

Die Aussprache in Graz habe gezeigt, dass es wichtig sei, innerhalb der EU eine „harmonische Lösung“ zu finden. Niemand in Brüssel habe die Absicht, den Mitgliedsstaaten etwas vorzuschreiben, versicherte die slowenische EU-Verkehrskommissarin:

Wir schlagen nicht der gesamten EU vor, entweder auf dauerhafte Standardzeit (also Winterzeit), oder permanente Sommerzeit zu wechseln. Die Wahl überlassen wir den Mitgliedstaaten. Aber ich habe gleichzeitig die Mitgliedstaaten daran erinnert, dass wir drei Zeitzonen in der Europäischen Union haben und das könnte durchaus ein guter Rahmen, in dem wir eine harmonisierte Lösung diskutieren können.

Violeta Bulc, EU-Verkehrskommisarin

Bei den drei Zeitzonen solle es auch bitte bleiben, fügte Österreichs Verkehrsminister Norbert Hofer hinzu. Denn wichtig sei, dass es nicht zu einem Flickenteppich verschiedener Zeitzonen in Europa komme. Was gemacht werden soll?

Wir haben einen Lösungsvorschlag unterbreitet, nämlich dass einerseits, dass wir uns ein bisschen mehr Zeit nehmen. Und auch hier kamen die Bedenken, dass in gewissen Branchen man etwas mehr Zeit für die Umstellung benötigt. Luftfahrt zum Beispiel, wo die Slots sehr mühsam ausverhandelt worden sind, und die Airlines sagen, sie brauchen etwas mehr Zeit für die Umstellung. Also wir haben jetzt vorgeschlagen 2021.

Norbert Hofer, Verkehrsminister Österreich

Darüber herrsche „breite Zustimmung“ im Kreis der EU-Verkehrsminister. Hofer kündigte an, bis zum EU-Gipfel im Dezember einen gemeinsamen Vorschlag unterbreiten zu können.

Was Sie noch interessieren könnte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.