Am Montag startete die Eintragungswoche für das Volksbegehren. Von 1. bis 8. Oktober können Unterstützer für

Volksbegehren für Rauchverbot in Österreich
Der Zoff um die Tschick

Seit die Regierungsparteien ÖVP und FPÖ das generelle Rauchverbot in Kneipen und Gaststätten gekippt haben gibt es in Österreich darüber Streit. Der Aufschrei von Opposition und Teilen der Zivilgesellschaft ist groß.

Umfrage zum Rauchverbot in Österreich

Umfrage: Yvonne Dobaczewski

Kamera: Daniel Dzyak

Schnitt: Günter Stöger

Was ist los mit Ihnen Frau Gesundheitsministerin? Sie sind für die Gesundheit zuständig?

Matthias Strolz, Ex Chef der Oppositionellen Neos in einer Debatte über die Abschaffung des von der Vorgängerregierung bereits beschlossenen Rauchverbots in der Gastronomie.

Die Ärztekammer Wien und die österreichische Krebshilfe starten bereits im Februar die Initiative Don´t Smoke – ein Volksbegehren für absolut rauchfreie Kneipen und Restaurants.  Bisher haben ca. 600.000 Menschen das Volksbegehren unterschrieben. Damit sind die erforderlichen 100.000 Unterschriften noch vor der offiziellen Eintragungsphase zusammengekommen. Bis zum 8. Oktober haben die Initiatoren Zeit noch weitere Unterschriften zu sammeln. Denn sie wollen sich mit dem Volksbegehren nicht zufriedengeben. Damit können sie durchsetzen, dass sich das Parlament mit ihrem Anliegen befasst, mehr aber nicht, denn Volksbegehren sind rechtlich nicht bindend. Sie hoffen deshalb, dass es zu einer Volksabstimmung kommt. Diese wäre verbindlich und müsste vom Parlament anberaumt werden. Vize-Kanzler und FPÖ Chef Heinz Christian Strache hat sich bereit erklärt ab 900.000 Unterschriften für eine Volksabstimmung einzutreten. Der Präsident der österreichischen Ärztekammer Thomas Szerekes nimmt ihn beim Wort: „Wenn jeder von den 600.000, die bereits unterschrieben haben zumindest einen zweiten motiviert zu unterschreiben, dann würden wir diese Zahl erreichen.“

Die letzte Bundesregierung hat die Gastfreundschaft in unserem Land gegenüber einer bestimmte Gruppe von Menschen verboten. Sie haben verboten, dass die Gastwirte die Raucher mit allen seinen Schwächen bewirten. Sie haben den Gastwirten die Gastfreundschaft verboten.

Gesundheitsministerin Beate Hartinger Klein, FPÖ, argumentiert für das Rauchen in Kneipen und Gaststätten.

Wird in der Gastronomie weniger geraucht, gibt es gute Untersuchungen, dass auch in den Eigenheimen weniger geraucht wird.

Daniela Jahn-Kuch, Internistin und Initiatorin von Don‘t Smoke.
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