Claude Mone: Die Eisenbahn im Schnee, Lokomotive 1875. © Musée Marmottan Monet, Paris. The Bridgeman Art Library

Claude Monet in der Albertina in Wien
Der Meister des Lichts

„Skizzenhaft! Unleserlich! Halbfertig!“ – die Kunstkritik war alles andere als begeistert, als Claude Monet Ende der 1860er Jahre dem Realismus abschwor. Er malte wie kein anderer seiner Zeitgenossen: schnell, am Ort des Geschehens, direkt vor dem Motiv. Und er bezog seine Motive und Themen nicht aus der Geschichte, der Mythologie oder der Literatur, sondern aus seiner unmittelbaren Gegenwart.  Damit erteilte Monet der akademischen Malerei eine radikale Absage, was für die Kunstkritik und das Publikum seiner Zeit nicht zu verkraften war. Seine Kunst wird in Anlehnung an den Titel seines Bildes „Impression soleil levant“ zunächst spöttisch als Impressionismus bezeichnet, später zum Namensgeber für die berühmte Stilrichtung. Monet gilt heute als der „Meister des Lichts“ und zentraler Wegbereiter der Malerei des 20. Jahrhunderts. Seine mittlerweile weltberühmten Werke haben die Sehgewohnheiten von Generationen von Künstlern verändert.

Autor: Darko Jakovljevic

Kamera: Nino Leitner

Schnitt: Günter Stöger

Die Ausstellung „Claude Monet, die Welt im Fluss“ in der Wiener Albertina zeigt bis zum 6. Januar 2019 100 Gemälde des Künstlers, darunter bedeutende Leihgaben aus über 40 internationalen Musen und Privatsammlungen. Die Retrospektive präsentiert Monets Werdegang vom Realismus über den Impressionismus bis zu einer Schaffensphase, in der sich seine Bilder fast vollständig vom Gegenstand lösen.

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