Ana Petrova hält ihre Schafe seit mehr als zwei Monaten im Gatter. Sie können nicht grasen und verbrauchen jetzt schon das Winterfutter. Das verursacht ungeplante Kosten, sagt Ana. Foto: BR | Srdjan Govedarica

Tierseuche im Südosten Bulgariens
Ana kämpft um ihre Schafe

Eine hochansteckende Virusinfektion, an der Schafe und Ziegen erkranken, stellt Bauern und Behörden im Südosten Bulgariens vor große Herausforderung. Nachdem im Juni die sogenannte „Pest der kleinen Wiederkäuer“ erstmals in der Europäischen Union nachgewiesen wurde, mussten über 4000 Schafe und Ziegen getötet werden. Noch ist nicht klar, wie sich die Seuche ausbreiten konnte, es wird angenommen, dass sie aus der benachbarten Türkei nach Bulgarien gekommen ist.

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Für die Kleinbauern in der Region eine Katastrophe. Finanziell, weil sie von den Entschädigungszahlungen kaum gleichwertigen Ersatz kaufen können. Aber auch menschlich: Die Bauern glauben, dass ihre getöteten Tiere gesund waren und fühlen sich von den Behörden schlecht informiert und bei der Tötungsaktion Mitte Juli überrumpelt. Einige wenige trotzen und verweigern den Behörden auch heute noch den Zugang zu ihren Tieren. Andere haben die Trauer um ihre getöteten Tiere noch nicht überwunden und wissen jetzt nicht weiter. Eine Reportage aus einer traumatisierten Region.

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Kommentare (2)

Mirena am

Thank you that you inform Europe what happening in Bulgaria , and how the goverment acting with the citizens and their lifes, but I didn’t see written that there is not even one ill animal found, have you seen any till you was there? The blood test are not trustful and veterinary doctors says they haven’t see animal which shows a clinic of the disease and not even one dead animal from that disease. So if that infection is so highly contagious, where were the ill animals, thousands of killed lifes all healty, what is the actual reason Bulgarian goverment do this and do the EU support these murderers?
Thanks

    Srdjan Govedarica am

    Thank you for your comment. I haven’t seen ill animals myself, but I spoke with a farmer whose sheep were actually infected, so I wouldn´t doubt the existence of the disease. The authorities also seem to follow international regulations in most of their actions but in my opinion, they missed to inform the local farmers properly and also to address their plausible fears and worries. So now, we have traumatized farmers in the region, who lost faith in the authorities, and this faith will be hard to re-earn.

    With kind regards,
    Srdjan Govedarica

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