Fans beim Public Viewing auf dem Ban Jelacic Platz in Zagreb. Foto: picture-alliance | AA

Kroatiens WM-Träume gehen weiter
Ein Land steht Kopf

Im ganzen Land Freudenschreie, gewaltiger Jubel, Hupkonzerte, Feuerwerkkörper stiegen in den Nachthimmel: Nach dem letzten verwandelten Elfmeter von Ivan Rakitic fielen sich Freunde, Verwandte wie Fremde in die Arme. Allein am zentralen Ban Jelacic Platz in Zagreb hatten schätzungsweise 10.000 Menschen das Achtelfinale gegen Dänemark beim Public Viewing verfolgt. Genauso in Rijeka, Split und zahllosen Städten und Dörfern des Landes. Touristen feierten an der Adria mit ihren Gastgebern. „Ganz Kroatien explodiert vor Glück!“ – mit dieser Zeile traf die „Slobodna Dalmacija“ exakt die Stimmung.

 

Auch am Tag danach ließen die kroatischen Medien das Elfmeter-Spektakel genussvoll Revue passieren, wobei sich ernsthafte Analyse und überschwängliche Begeisterung die Waage hielten: Nach einer „Schachpartie“ habe Kroatien das Viertelfinale erreicht. Kroatien habe „das russische Roulette“ gewonnen – was sicherlich im Stadion von Nizhny Novgorod völlig zutreffend ist. Das war „unser schlechtestes Spiel bisher“, aber „trotzdem gewonnen.“ Jetzt sei nur noch der Himmel die Grenze. Am Samstagabend geht es dann gegen Gastgeber Russland, „das Saturday Night Fever“ gehe aber jetzt schon los.

Kroatiens Staatspräsidentin Kolinda Grabar Kitarovic beim gestrigen WM-Spiel Kroatien-Dänemark in Russland. Foto: picture-alliance | PIXSELL
Kroatiens Staatspräsidentin Kolinda Grabar Kitarovic beim gestrigen WM-Spiel Kroatien-Dänemark in Russland. Foto: picture-alliance | PIXSELL

Kroatiens Staatspräsidentin Kolinda Grabar Kitarovic gratulierte den Spielern an Ort und Stelle: Sie sei auf eigenen Kosten nach Nizhny Novgorod geflogen, ließ ihr Büro wissen, und habe vor dem Spiel der Mannschaft in der Kabine alles Gute gewünscht: Nach dem Sieg habe sie – erneut in der Umkleidekabine – ihre Glückwünsche überbracht. Das habe sich die Staatspräsidentin, so mutmaßen kroatische Medien, bei Angela Merkel angeguckt.

Keine Frage: "Der Traum vom Finale lebt weiter"

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