Weibliche Abgeordnete verlassen am Montag, 11. Juni 2018 mehrheitlich den Plenarsaal aus Anlass der Vereidigung von Peter Pilz als Abgeordneter des österreichischen Nationalrates. Foto: picture alliance | APA | picturedesk.com

Protest gegen Pilz
Parlamentarierinnen verlassen Plenarsaal

Er soll betrunken gewesen sein und kann sich nach eigenen Angaben an nichts erinnern: Der österreichische Politiker Peter Pilz soll 2013 eine Frau sexuell belästigt haben. Die Vorwürfe kamen kurz nach der Parlamentswahl im Oktober 2017 ans Tageslicht, auch die Staatsanwaltschaft ermittelte. Peter Pilz zog daraufhin die Konsequenzen und verzichtete auf das Parlamentsmandat, zumal sich auch eine seiner ehemaligen Mitarbeiterinnen über ihn beschwert hatte.

 

Anfang des Jahres wurden die Ermittlungen gegen Peter Pilz eingestellt. Daraufhin forderte er sein Parlamentsmandat wieder zurück. Mit Erfolg: Heute ist er in den Nationalrat zurückgekehrt. Doch bei seiner Vereidigung kam es zum Eklat.

 

Aus Protest verließen fast alle Parlamentarierinnen den Saal. Nur einige wenige blieben sitzen. Auch alle männlichen Abgeordneten blieben im Plenarsaal.

 

Peter Pilz ist seit über 30 Jahren eine feste Größe in der österreichischen Politik. Kurz vor der Parlamentswahl 2017 hatte er sich mit den Grünen – die er 1986 mitgegründet hatte – überworfen und ist mit einer nach ihm benannten Liste ins Parlament eingezogen. Jetzt ist er einer von acht Abgeordneten dieser Liste. Die Parlamentarierinnen des Nationalrats haben heute gezeigt, was sie davon halten.

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