Dreharbeiten in der Altstadt von Sarajevo. Wir treffen vier Menschen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: eine Muslima, einen orthodoxen Christen, einen Katholiken und einen Juden. Alle vier leben hier nicht nebeneinander, sondern wirklich miteinander. Foto: BR | Till Rüger

Sendereihe „ECHTES LEBEN“ am 03.06.2018 um 17.30 Uhr in der ARD
Christen, Juden und Muslime in Sarajevo

Wer das erste Mal nach Sarajevo kommt, den beeindruckt vor allem die topographische Lage der Stadt – zwischen langgezogenen üppig-grünen Berghängen, eingeschmiegt ins Tal des Flusses Miljacka. Noch faszinierender aber: In Sarajevo existieren seit Jahrhunderten vier Religionen. Es gibt etwa 90 Moscheen, 20 Kirchen und 3 Synagogen auf engstem Raum.

Wir treffen vier Menschen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: eine Muslima, einen orthodoxen Christen, einen Katholiken und einen Juden. Alle vier stammen sie aus Sarajevo, leben hier nicht nebeneinander, sondern wirklich miteinander.

 

Milan Trivic orthodoxer Serbe und 2. Bürgermeister von Sarajevo. Er dokumentierte als Kameramann die Kriegs-Gräuel während der Belagerung der Stadt in den 90er Jahren.

 

Sabina Cudic, sie wurde muslimisch erzogen und repräsentiert einen neuen Typ bosnischer Politiker, versucht ihr Land aus der jahrzehntelangen Blockade zu führen.

 

Tomislav Cvitanusic, ist Kroate und katholischen Glaubens. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Trainiert als Profi-Sportler Christen, Juden und Muslime.

 

Und schließlich Zelimir Altarac – Rock-Künstler und Jude. Als DJ „Cicac“ war er einst in ganz Jugoslawien berühmt, begeisterte hunderttausende Musik-Fans. Er definiert sich selbst als multiethnisch.

 

Die vier repräsentieren die vier Glaubensrichtungen: orthodoxe Christen, Katholiken, Muslime und Juden. Und die drei Ethnien: Bosniaken, Serben und Kroaten, die die Stadt seit Jahrhunderten so besonders machen. Wie leben diese Menschen trotz ihres unterschiedlichen Glaubens, trotz ihrer unterschiedlichen ethnischen Zugehörigkeit miteinander, auch wenn um sie herum die politischen und religiösen Extreme immer größer werden? ARD-Korrespondent Till Rüger beobachtet die vier auf seiner Drehreise in Sarajevo für die Sendereihe „Echtes Leben“, Sendedatum 03.06.2018 um 17:30 Uhr in der ARD, Das Erste. Titel: „Uns hat der Krieg nicht getrennt“ – Christen, Juden und Muslime in Sarajevo.

Beitrag: Till Rüger

Kamera: Daniel Dzyak

Schnitt: Günter Stöger

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Kommentare (1)

Ed am

“ …wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten…“???? 😂 Verstehe euch Medien nicht , allein durch die Formulierung gebt ihr den oberflächlichlichen und ungebildeten Menschen da draußen zu verstehen das die Menschen verschieden sind . Wieso muss man immer über Religion schreiben und als Unterschiedsmerkmal bewerten , verstehe ich absolut nicht . Also nicht falsch verstehen das bedeutet also das ein Taliban aus Afghanistan gleich zu setzen ist mit einem bosnischen Moslem und diese ja mehr gemeinsam haben als ein bosnischer Moslem mit einem bosnischen Serben ?Vielleicht hat ja auch ein Äthiopischer christlich – orthodoxer Mensch mehr gemeinsam mit nem bosnischen Serben als dieser mit einem bosnischen Katholiken 😂Aber abgesehen davon schon Mal ernsthaft darüber nachgedacht wie gläubig diese Menschen überhaupt sind die den Titel bosnischer Muslim oder Orthodoxer Christ / Katholik bekommen ???? Und überhaupt ist Religion nicht eine absolute Privatangelegenheit?????? Lächerlich tut mir leid . Was ich sagen möchte das da draußen es sehr viele armselige und ungebildete Menschen gibt die garnicht checken was Sie mit Ihrem Beitrag meinen und sich sogar bestätigt fühlen das die Menschen extrem total verschieden sind aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit . Frage mich jedes Mal ernsthaft wer solche Projekte eigentlich plant, das ist echt zu bedauern . Gebt mir eine Möglichkeit eine Doku zu erstellen und ich zeige euch die Realität . Da wird nicht viel von Religion zusehen sein , außer paar Dorftrotteln in der hintersten Ecke Bosniens die aus Verzweiflung sogar ihre Seele verkaufen würden an den Teufel persönlich wenn es sein muss . Die Fliegenfänger aus Saudi Arabien warten nur noch drauf , genauso wie sie die ganzen primitiven auch in der BRD finden . Gruß

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