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Flüchtlinge auf der suedlichen Balkanroute Bild: BR | Studio Wien

Südliche Balkanroute
Eine neue Flüchtlingsbewegung?

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Kurz bevor der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nach Sarajevo kam, ließ die Regierung Bosnien-Herzegowinas rund 300 Flüchtlinge, die bisher monatelang in den Stadtparks der Hauptstadt lebten, in eine neue Aufnahmeunterkunft bringen.

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Dass nicht früher Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden konnten, hat  mehrere Gründe: Erst gab es schlicht keinen Platz. Und dann war da noch der politische Alltag im Land. Bosnien-Herzegowina ist ein de facto geteilter Staat, hat auch deswegen drei Staatspräsidenten und ist in mehrere kleine Kantone aufgeteilt. Streitigkeiten zwischen den Regionalregierungen, darüber wer schlussendlich wofür zuständig ist, haben Tradition. So sollte es auch in diesem Fall sein. An der Grenze zum Kanton Herzegowina-Nereveta wurden die Busse von der regionalen Polizei aufgehalten. Sie seien über diese Aktion nicht informiert worden, hieß es von Seiten der Polizisten. Am Ende hat es dann doch geklappt.

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Rund 4500 Flüchtlinge kamen dieses Jahr schon in Bosnien-Herzegowina an. Deutlich mehr als im gesamten letzte Jahr. Aleksandar Vucic, den Präsidenten des Nachbarstaates Serbien, versetzt diese Entwicklung regelrecht in Panik. Er befürchtet in den gestiegenen Flüchtlingszahlen der letzten Monate eine „neue Migrantenwelle“ und „eine ernsthafte Gefahr für Europa“.

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Dass Vucic gleich solche Angst verspürt, verwundert bei genauem Blick ein wenig. Denn die meisten Flüchtlinge versuchen Serbien mittlerweile zu meiden. Von hier aus kommt man nicht wirklich weiter. Der Weg nach Ungarn ist durch den Grenzzaun versperrt und die Grenze zu Kroatien ist eine gut gesicherte Zone oder es ist schlicht die Donau im Weg. Also versuchen es viele Menschen über die Südroute: Von Griechenland nach Albanien, von da nach Montenegro, dann nach Bosnien-Herzegowina und dann nach Kroatien, Slowenien und weiter. Aber auch dieser Weg ist hochgefährlich, über hüglige, gar gebirgige Landschaften, aber die Grenzen sind, oft aus Personalmangel, nicht ganz so stark kontrolliert.

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Suedliche Balkanroute Bild: BR | ARD Studio Wien 2018
Suedliche Balkanroute Bild: BR | ARD Studio Wien 2018

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Südliche Balkanroute

 

Autor: Till Rüger

Kamera: Mladen Pehar

Schnitt. Christine Deriaz

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