08.05.2018, Lissabon, Portugal: Die Teilnehmer beim ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest stehen nach der Bekanntgabe der Ergebnisse auf der Bühne. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Eurovision-Songcontest: Südosteuropa und Österreich
Finale: Folk, Pop, Soul und sogar Heavy Metal

Es waren zwei spannende Semifinale die am Dienstag und Donnerstag in Lissabon über die Bühne gingen. Nachdem Salvador Sobral im Vorjahr mit einem ruhigen Chanson den Sieg zum ersten Mal nach Portugal holte, wird es dieses Jahr mit ziemlicher Sicherheit schriller und bunter werden. Glaubt man den Wettquoten, so matchen sich Israel, Frankreich und Zypern um den Sieg des ESC. Unterschiedlicher könnten die Songs dabei nicht sein

Neben Österreich und Ungarn haben es noch vier weitere Länder Südosteuropas ins Finale geschafft: Albanien, Bulgarien, Serbien und Slowenien. Aber jetzt der Reihe nach.

Albanien

Die größte Überraschung des 1. Semifinale war wohl die Qualifikation Albaniens für das Finale am Samstag. Eugent Bushepa entschied sich dazu dieses Jahr den Song komplett auf Albanisch zu singen. Vielleicht war es genau diese Entscheidung die letztlich den Charme ausmachte.

Quelle: youtube/ EurovisionSongContest

Bulgarien

Bulgarien gehört schon seit Wochen zum erweiterten Favoritenkreis für den Sieg. Die eigens für den ESC 2018 zusammengestellte bulgarisch-amerikanische Truppe „Equinox“ kann mit  mystischer Bühnenshow durchaus überzeugen. Nach den Plätzen vier und zwei der letzten Jahre, ist damit ein weiterer Spitzenplatz garantiert.

Quelle: youtube/ EurovisionSongContest

Österreich

César Sampson aus Linz meinte nach seiner Darbietung, er rechne durchaus mit dem Finale denn alles sei bestens gelaufen. Und genau so kam es dann auch. Sampsons Song „Nobody but you“ ist ein moderner Popsong mit viel Soul und wird von den österreichischen Radiostationen  bereits rauf und runter gespielt. Eine gute Platzierung Österreichs ist durchaus im Bereich des Möglichen.

Quelle: youtube/ EurovisionSongContest

Serbien

Zur großen Überraschung in der Altice Arena in Lissabon, kam auch die Gruppe Sanja Ilić & Balkanika weiter. Serbien setzt auf typisch balkanische Folkklänge und hat damit wahrscheinlich die Stimmen seiner Nachbarländer hinter sich. Lustiges Detail am Rande: Der Flötist Ljubomir Dimitrijević ist mit 66 Jahren (gefühlt 100) in diesem Jahr der älteste Teilnehmer.

Quelle: youtube/ EurovisionSongContest

Slowenien

Eines steht bereits fest. Beim Eurovision Song Contest 2018 wird wieder mehr in Landessprache gesungen. So auch Lea Sirk aus Slowenien mit „Hvala Ne“, einer modernen Popnummer zum Mitsingen auch wenn man kein Slowenisch spricht.

Quelle: youtube/ EurovisionSongContest

Ungarn

Wird sich wie bereits 2007 beim Sieg Finnlands mit Lordi wieder die europäische Heavy Metal Gemeinde zusammentun und sich mit ihrem Genre den Sieg holen? Der Band AWS aus Budapest könnte dies gelingen ganz nach dem Motto „je lauter, desto besser“.

Quelle: youtube/ EurovisionSongContest

Die wohl größte Überraschung bisher war das Ausscheiden von ESC-Granden wie Russland, Rumänien oder Aserbaidschan. Das Rennen ist damit offen und es bleibt spannend wer unter den 26 Finalteilnehmern, darunter Deutschland auf Startnummer elf, den Sieg holt.

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