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Der 'Grüne See' in der Steiermark besticht durch sein Farbenspiel. Foto: BR | Till Rüger

Lieblingsplatz: Der Grüne See in Österreich
Karibik in der Steiermark

Wer den ‚Grünen See‘ das erste Mal sieht, der kann kaum glauben, dass ein solch leuchtendes Grün überhaupt existiert: smaragdgrün liegt er da, an der Südseite der Hochschwabgruppe mitten in der Steiermark und erinnert eher an die Farbenspiele des Karibischen Meeres.

Wie kommt ein See mit karibischem Flair mitten in die Berge Österreichs? Der ‚Grüne See‘ ist ein Karstsee, der sich fast ausschließlich aus Schmelzwasser speist. Das Wasser ist sehr kalt (5 bis 6 °C) und vor allem sehr klar. Der Wasserstand stark abhängig von der Jahreszeit. Die größte Wasserhöhe erreicht der See im Frühsommer, dann ist er an seiner tiefsten Stelle ungefähr 9 -10 Meter tief. Er trocknet im Herbst fast völlig aus. Wiesen mit Wanderwegen und Sitzbänken liegen dann wieder über dem Wasserspiegel.

 

Doch warum genau leuchte der ‚Grüne See‘ so extrem smaragdgrün? Klares und reines Wasser absorbiert rote Lichtanteile und erscheint in dicken Schichten daher blau-grünlich. Die Sichtweite unter Wasser beträgt im ‚Grünen See‘ bis zu 50 Meter. Zusätzlich liegt der See in einer Mulde, die die Kaltluft hält. Der kleine See ist somit recht windgeschützt und bildet kaum Wasserwellen an der Oberfläche aus. Damit ist auch aus flachem Winkel ein guter Einblick ins Wasser möglich. In weiten Bereichen fehlt zudem ein eigener, dunkler schlammiger Untergrund. Zwischen dem hellen Kalkstein des Seebodens wachsen großflächig Gras und Grünalgen. Der See wird auch deshalb als „smaragdgrün schimmernd“ wahrgenommen, weil das Licht von den Grünalgen im klaren Wasser besonders gut reflektiert und der Rotanteil dabei quasi weggefiltert wird.

Allerdings lockt das Phänomen, das sich meist nur im Frühsommer so ausgeprägt zeigt, jedes Jahr mehr Menschen an. Mehrere Parkplätze auf dem Gebiet der Gemeinde Tragöß-Sankt Katharein im Ortsteil Oberort nehmen an schönen Wochenenden bis zu tausend Autos auf. Einsamkeit in den Bergen sieht anders aus.

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