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In Bleiburg werden die Symbole des einstigen kroatischen faschistischen Ustascha-Regimes wie das große 'U' öffentlich demonstriert. Foto: picture alliance | AP Photo

Kritik am „Ustascha Gedenken“ in Bleiburg / Kärntnen
Alle Jahre wieder?

Jedes Jahr Mitte Mai wird das Loibacher Feld in Kärnten zum Reiseziel tausender Kroaten, darunter Rechte und Rechtsextreme.  Und in Österreich wächst die Kritik daran. Offizieller Anlass des umstrittenen Treffens ist das Erinnern an zehntausende Soldaten der kroatisch faschistischen Ustascha-Armee, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs von Tito Partisanen getötet wurden. Sie hatten für den faschistischen sogenannten „unabhängigen Staat Kroatien“ (Ustascha Staat) an der Seite Nazideutschlands gekämpft und waren vor den jugoslawischen Partisanen nach Österreich geflohen. Während der Herrschaft der kroatischen Faschisten  wurden mehrere hunderttausend Serben, Juden, Roma und kroatische Antifaschisten ermordet. Im Mai 1945 ergaben sich die Ustascha-Soldaten der britischen Besatzungsmacht. Darunter auch serbische Tschetniks und Angehörige der slowenischen Heimwehr und Zivilisten.  Die Briten übergaben sie alle den neuen jugoslawischen Machthabern und diese töteten zahlreiche Ustascha-Kämpfer noch an Ort und Stelle oder auf dem Rückweg nach Kroatien. Schätzungsweise  40.000 Menschen  wurden verscharrt und die meisten Massengräber befinden sich auf dem Gebiet des heutigen Slowenien.  Zu Zeiten von Jugoslawien waren die Tötungen durch die kommunistischen Partisanen ein Tabuthema,  was sich erst nach dem Zerfall Jugoslawiens änderte. Seit Jahrzehnten wird an „Bleiburg“ erinnert und  auch am 12. Mail  2018  findet wieder eine  „Gedenkmesse“ statt auf einem privaten Gelände der katholischen Kirche. Wieder  werden zehntausende Menschen erwartet. Die katholische Kirche in Kärnten hat das Gedenken unter Auflagen genehmigt. Fahnen, politische Reden oder Verkaufsstände sind nicht erlaubt. Das renommierte Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes, DÖW,  wertet das Treffen als „größtes Faschistentreffen in Europa“.  Denn es wurden in der Vergangenheit nicht nur Nazisymbole gezeigt,  sondern auch Zeichen  oder Fahnen der faschistischen Ustascha Bewegung.

 

 

 

 

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In diesem Jahr wurden  erstmals Gegendemonstrationen angemeldet. Die Polizei will ihre Kräfte aufstocken.

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Ustascha Symbole und Rechtsradikale sind fester Bestandteil der Bleiburg Gedenkfeier

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Die israelitische  Kultusgemeinde Wien nennt das anstehende Treffen eine unverschämte Provokation. Die katholische Kirche Österreich solle Druck auf die Kirche in Kroatien machen und auch vom Mauthausen Komitee Österreich (MÖK) kommt Kritik an dem Treffen.

 

Reaktionen auf die Kritik in Kroatien

Kroatiens Regierungschef Andrej Plenkovic , HDZ, sagte, wichtig sei, dass die Vorschriften Österreichs eingehalten und Symbole die in Österreich verboten seien nicht verwendet würden.   Der frühere kroatische Kulturminister und Hardliner Zlatko Hasanbegovic, sieht hinter der Debatte in Österreich  „Kreise aus der österreichischen politischen und parapolitischen Linken, die eng mit ihren ideologischen eineiigen Zwillingen in Kroatien verbunden sind“. Bojan Glavasevic, von der oppositionellen SDP sprach sich gegen die Schirmherrschaft des Parlaments aus, weil das   Thema in Österreich große politische Probleme auslöse.  Auch den Inhalt der Feier findet er problematisch.

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