'Mit Haut und Haar' heißt die Ausstellung im Wien Museum - hier dreht sich alles um das Thema 'sich schön herrichten'. Foto: BR | Srdjan Govedarica

Friseurausstellung in Wien
Vom schönen Herrichten

Zeig mir deine Frisur und ich sage dir, wer du bist. Unsere Haarpracht ist nicht einfach nur Mode sondern auch ein Kommunikationsmittel. Wir drücken damit unsere Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe aus, zeigen, wie wir popkulturell eingestellt sind, welchem Berufsstand und welcher Religion wir angehören und vieles andere mehr. Das zeigt jetzt eine Ausstellung im Wien Museum. „Mit Haut und Haar“ heißt sie und präsentiert Interessantes, Skurriles und Kostbares rund ums Haareschneiden, Dauerwellelegen und Rasieren – mit Exponaten vom 18. Jahrhundert bis heute – darunter Schönheitstipps von Kaiserin Sisi, eine Perücke von Conchita Wurst und zahlreiche historische Friseurwerkzeuge.

Kuratorin der Ausstellung ist die Kulturhistorikerin Susanne Breuss. Sie sagt, dass sie neben dem fachlichen Interesse auch persönliche Erfahrungen dazu inspiriert haben, die Ausstellung zu gestalten:

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Wir haben den Wiener Starfriseur Josef Winkler mit in die Ausstellung genommen. Er ist eine feste Größe in der Wiener Szene, viele Prominente lassen ihn an ihr Haar, darunter auch der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz. Josef Winkler sagt, dass er als Friseur vor allem darauf achtet, seinen Kunden nicht zu schaden. So bietet er keine Haarverlängerungen mehr an, weil die so genannten Extensions an den Klebestellen zum natürlichen Haar zu viel zerstören. Umso faszinierter ist er von den teilweise skurril anmutenden Werkzeugen seiner Kollegen aus der Vergangenheit. Viele davon stammen aus der Kategorie: „Wer schön sein will, muss leiden“. Etwa ein Gerät aus den 30er Jahren, das einem toten Oktopus mit nach unten hängenden Fangarmen ähnelt und die ersten Dauerwellen ermöglichte:

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Ein Exponat hat es Friseur Josef Winkler besonders angetan. In einer Ausgabe der „Wiener Illustrierten“ aus dem Jahr 1940 wird Adolf Hitler in einer chronologischen Portraitreihe gezeigt und der Wandel seines Äußeren wird offensichtlich.

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Die Ausstellung „Mit Haut und Haar“ läuft bis zum 6. Januar 2019 und zeigt viele weitere Beispiele dafür, wie wichtig uns Menschen unser Äußeres ist. Starfriseur Josef Winkler sagt, dass das auch Auswirkungen auf den Friseurberuf hat:

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