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In der umfassenden Ausstellung werden rund 100 Werke aus internationalen Museen und privaten Sammlungen gezeigt. Foto: BR | Srdjan Govedarica

Keith Haring in der Wiener Albertina
Das Alphabet des Kommunikators

Keith Harings Motive sind wahrscheinlich jedem schon mal irgendwo begegnet. Seine reduzierte Linienführung, sein archaisch wirkender Stil sind leicht zugänglich und wirken auf den ersten Blick kindlich und naiv. Dabei war Keith Haring ein sehr politischer Künstler und ein wacher Zeitzeuge. Von der Ermordung John Lennons, über die Gefahren der atomaren Vernichtung bis zur Ausgrenzung Homosexueller und ihrer Stigmatisierung durch AIDS – viele zentrale Themen seiner Schaffenszeit in den 80er Jahren sind in seinen Zeichnungen zu finden.

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Die Weggefährtin des Künstlers vor einem seiner Bilder. Foto: BR | Srdjan Govedarica
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Keith Haring wollte mit seiner Kunst vor allem kommunizieren. In den 80er Jahren deponierte er seine politischen Botschaften nicht etwa im geschützten Raum von Galerien und Museen, sondern in den U-Bahn-Schächten seiner Wahlheimat New York, wo er auf ausrangierten Werbetafeln Kreidezeichnungen anfertigte. Damit seine Kunst auch im flüchtigen Augenblick der U-Bahn-Fahrt erfasst werden konnte, entwickelte er eine Bildsprache, die jeder auf Anhieb versteht. Diese Ikonographie, die sich wie ein roter Faden durch sein Werk zieht, erinnert an die heute allgegenwärtigen Emojis.

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Die große Retrospektive in der Albertina zeigt fast 100 Werke Harings und präsentiert systematisch alle seine wichtigen Leitmotive – sein Alphabet. Vom bellenden Hund, über das Baby mit Strahlenkranz bis zum UFO – Haring transportierte seine Kunst über ein universelles Kommunikationssystem. Dabei wollte er nicht erziehen oder Botschaften aufzwingen – sein Credo war, dass das Publikum die Werke interpretiert und nicht der Künstler. Aus diesem Grund tragen seine Werke auch keine Titel.

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Einblicke in Keith Harings Werk und dessen Botschaft

Video/Kamera: Tamara Link

Keith Haring wäre dieses Jahr 60 Jahre alt geworden. 1990 starb er mit nur 31 Jahren an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung. Seine Schaffenszeit umfasste kaum mehr als zehn Jahre. Aber auch diese kurze Zeitspanne reichte aus, um ein Werk zu hinterlassen, das auch heute noch fasziniert. In der Albertina werden bis zum 24. Juni 2018 seine Bilder untypisch museal ausgestellt, was Ihre Wirkung noch verstärkt. Haring sei einer der größten Zeichner der Geschichte – sagt Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder – deshalb zeige man ihn wie einen Raphael oder einen Picasso.

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